Für die Orgel von St. Bonifaz gab es ein reges Spendenaufkommen. Foto: red

NEUSTADT – Endspurt in St. Bonifaz: Wenn am 26. Mai das Pfarrfest gefeiert wird, werden die Gemeinde und ihre Gäste nach langen Monaten der Sanierung erstmals auch wieder den vollen Klang der Oberlinger Orgel zu hören bekommen. Inzwischen ist das gewaltige Instrument, das 1957 gebaut und in drei Etappen in den Höhen des Kirchenbaus St. Bonifaz noch erweitert wurde, aus dem Baugerüst befreit und erstrahlt schon wieder in alter Pracht. Jetzt gab es ein erneutes Treffen zwecks Scheckübergabe von Eberhard Schneider, Vorsitzender des „Orgelverein Mainz-Neustadt“, und Wolfgang Sieber von der Orgel AG St. Bonifaz an Pfarrer Johannes Bunnenberg. Die Orgel war in die Jahre gekommen, pfiff am Ende buchstäblich aus dem letzten Loch. Eine Pfeifenreinigung allein reichte nicht mehr, die nötige Luf konnte durch die mehrmaligen Erweiterungen nicht mehr richtig bis in die letzten Pfeifen transportiert werden. Mit so genannten „Monteuren“, die wie ein Verstärker arbeiten, werde die Luf jetzt von einem Register zum nächsten gleichmäßig weitergeleitet.

 

Schneider freute sich: Man könne abermals 9850 Euro überreichen, „nachdem unser Verein auch schon das Teilprojekt ‘Windanlage und Windversorgung‘ finanziert hat“. Pfarrer Bunnenberg war voller Dank. Denn die Instandhaltung der Orgel muss ohne Zuschüsse des Bistums, des Landes und der Stadt gestemmt werden. Neben den Spenden des Orgelvereins war im Herbst auch schon auf der MVB-Crowdfunding-Plattform „Viele schaffen mehr“ ein Betrag von knapp 9000 Euro für die Orgel zusammengekommen, den die Bank noch auf 10.665 Euro erhöht hatte. Mit der aktuellen Spende könne die Pfarrei jetzt die Kosten für ein zusätzliches Manual am zweiten Spieltisch oder die zwingend notwendige Reparatur einiger großer Prospektpfeifen abdecken, waren sich Bunnenberg, Schneider und Sieber einig. Von der Scheckübergabe auf der Orgel-Empore lässt sich Chef-Intonateur Reiner Jahnke vom Freiburger Orgelbau Hartwig & Tilmann Späth nicht stören. Er arbeitet weiter, korrigiert noch Tonhöhen und gibt so den einzelnen Orgelregistern ihren letzten Schliff.

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