Neue Pläne für die Neue Mitte: v.l. Helga Kasten, Gerd Strotkötter, Alexandra Gill-Gers, Paul Stenner, Marianne Grosse und Dr. Matthias Dietz-Lenssen (alle SPD). Foto: Helene Braun

LAUBENHEIM – Seit mehr als zehn Jahren ist die „Neue Mitte“ für Laubenheim im politischen Gespräch im Stadtteil. Jetzt hatte Baudezernentin Marianne Grosse (SPD) erste Pläne dabei, als SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Alexandra Gill-Gers, zum Treffen „Fraktion vor Ort“ ans Wilhelm-Spies-Haus geladen hatte. Das interessierte auch OB Michale Ebling und die örtlichen Politiker.

Ein schönes Ensemble ist es: Kindergarten, Bücherei, Grundschule und das Wilhelm-Spies-Haus, hier könnte ein richtiges Wohlfühlgelände in der Ortsmitte entstehen. Der Platz am Wiegehäuschen ist zu klein dafür und mit Durchgangsverkehr belastet. Vor Jahren kam daher schon die Idee auf, in der Wilhelm-Leuschner-Straße etwas Entsprechendes zu realisieren. Seit 2016 entwickelt der Ortsbeirat auch immer wieder neue Vorschläge dazu. Ortsvorsteher Gerd Strotkötter (SPD) sagte: „Wir haben die Neue Mitte als Kommunikationsplatz beschlossen, wo man sich treffen und schön sitzen kann.“ Die Rampe zum Longchamp-Platz wird abgeflacht, so dass man barrierefrei von Platz zu Platz flanieren kann.

Entsprechend sehen die Pläne aus dem Baudezernat aus, zu denen Grosse versicherte, man werde die Ideen der Laubenheimer aufnehmen und bearbeiten. Das Feuerwehrgerätehaus auf dem Platz hinter dem historischen Gebäude ist niedergelegt und seit einigen Jahren dient die Fläche als Parkplatz, der zuweilen auch als Laubenheimer Seenplatte bezeichnet wird, zumindest bei Starkregen. Der Parkplatz vor dem Haus hingegen mit dem herrlichen alten Baumbestand soll künftig zum Verweilen einladen. Eine Fläche für Boule, ein paar Bänke und eine schöne Gestaltung insgesamt soll es werden.

Einige Bürger wünschten sich einen Fahrradparkplatz und die geplante wassergebundene Decke für den Platz hinter dem Haus sah einer der anwesenden Interessierten kritisch. Um Wasser versickern zu lassen, wäre auch Kopfsteinpflaster geeignet, aber schöner und weniger schmutzintensiv. Doch schon so sind für die Entsiegelung und Herrichtung 350.000 Euro veranschlagt, die wie Grosse sagte, in den nächsten Doppelhaushalt eingestellt würden. Die AWO wird auf Idee des Vorsitzenden Heinz Heide in die barrierefreie ehemalige Hausmeisterwohnung ziehen und das Jugendzentrum, das für das Schulgelände geplant war, wandert ins Wilhelm-Spies-Haus.

Gerd Strotkötter sagte: „Natürlich haben wir heute noch andere Ideen als vor zwölf Jahren.“ Im Zusammenhang mit dem Schulneubau brauche man eine Einkaufsmöglichkeit dort. Man könne ähnlich wie in Weisenau auf dem Tanzplatz einen Fleischstand oder Gemüsestand installieren. Die Idee eines Marktes begeisterte dann auch Marianne Grosse.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.