OB Ebling überreichte Isolde Christmann die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz. Foto: Ralph Keim

MAINZ – Es ist die Bescheidenheit und die Zurückhaltung, die Isolde Christmann ausmachen und auszeichnen. Eher im Stillen engagiert sie sich seit vielen Jahrzehnten im evangelischen Seelsorgeteam des Universitätsklinikums Mainz. Um dieses Engagement für die Gesellschaft zu würdigen, überreichte Oberbürgermeister Michael Ebling im Auftrag von Ministerpräsidentin Malu Dreyer ihr im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Rathaus die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz.

Die gebürtige Berlinerin Isolde Christmann unterstützt seit 40 Jahren das evangelische Seelsorgeteam des Universitätsklinikums Mainz. Unter anderem richtet sie als ehrenamtliche Küsterin nahezu jeden Sonntag die Klinikkapelle für Gottesdienste und Andachten her. „Und dabei hat sie immer ein Lächeln für die Menschen, die ihr dabei begegnen“, führte der OB aus.

Zum anderen kümmerte sie sich um Kinder mit Migrationshintergrund, zuletzt wöchentlich mehrere Stunden um einen Jungen aus Südkorea. Desweiteren übernahm Isolde Christmann während ihres Ruhestandes einige Jahre die Koordination der ehrenamtlichen Hilfskräfte für den Pflegedienst, bei dem sie jahrelang angestellt war, und versorgte ihren pflegebedürftigen, inzwischen verstorbenen Ehemann.

Die Ehrung von Isolde Christmann sei beispielhaft für die Ehrung eines Menschen, der so ist, wie es die Gesellschaft gerne wäre, führte der OB weiter aus. Was für Isolde Christmann selbstverständlich sei, sei in der Gesellschaft allerdings ein wenig abhanden gekommen: nämlich das sich Kümmern um andere Mitmenschen.

Von daher sei das Engagement von Isolde Christmann vorbildlich. „Und ein Beispiel dafür, dass eine einzelne Person die Welt ein wenig besser machen kann.“

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“