Mit dem „magischen“ Hygienekoffer durften die Erstklässler mit Dr. med. Gabriele von der Weiden vom Mainz-Binger Gesundheitsamt experimentieren und Infektionswege simulieren. Foto: Helene Braun

GAU-BISCHOFSHEIM – Der jährliche Tag des Händewaschens am 5. Mai erinnert daran, wie wichtig Händehygiene ist, um Infektionskrankheiten zu verhindern. Im Jahr 2009 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bewusst den 5. Mai zum Internationalen Tag der Händehygiene deklariert. Das Datum 5.5. ist kein Zufall, es steht symbolisch für die zweimal fünf Finger des Menschen.

Laut Schätzungen der WHO werden 80 Prozent aller Infektionskrankheiten über die Hände übertragen. Dazu gehören Erkältungskrankheiten, Grippe oder Magen-Darm-Infekte. Besonders Kinder leiden häufig unter Infekten und Händewaschen ist eine wirksame Maßnahme, um Familienmitglieder und Spielkameraden vor Ansteckung zu schützen. Der Händehygiene kommt daher eine Schlüsselbedeutung zu.

Deshalb machte ein Team des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes des Mainz-Binger Gesundheitsamtes unter dem Motto „Spiel und Spaß rund ums Händewaschen“ Station in der Astrid-Lindgren-Grundschule Gau-Bischofsheim. Gespannt lauschten die Schüler und -Schülerinnen interessanten Geschichten über Viren und Bakterien, die sogenannten ViBas, und wie ihnen Agent Blitzblank auf die Spur kommt. Die Kinder lernten Spannendes zu übertragbaren Krankheiten und wie Krankheitserreger den Weg in den Körper finden.

Mit dem „magischen“ Hygienekoffer durften sie anschließend gemeinsam mit Dr. med. Gabriele von der Weiden und Rosa Windermut vom Mainz-Binger Gesundheitsamt experimentieren und Infektionswege simulieren, bevor das richtige Händewaschen fleißig geübt und mit dem Hygienekoffer kontrolliert wurde.

„Richtiges Hygieneverhalten ist nicht angeboren, sondern muss erlernt werden. Je früher es eingeübt wird, desto selbstverständlicher wird es zu lebenslanger Routine und trägt zum Schutz der Gesundheit bei“, erläuterte Dr. Gabriele von der Weiden vom Kinder- und Jugendgesundheitsdienst. „Wir bekommen immer wieder die Rückmeldung, dass die Kinder nach unseren Hygienetagen über das neue Wissen, Einsichten und die praktischen Experimente eine große Portion Eigenmotivation aufbauen und Händewaschen nicht mehr nur als lästige oder überflüssige Pflicht angesehen wird“, verdeutlichte sie die Relevanz der Aktion.

Viel gelacht wurde auch beim Training, wie man richtig niest und hustet, um sich und andere zu schützen: „Denn die winzigen ViBas fliegen ansonsten drei Meter weit durch die Luft“, auch das wussten nach dem Hygienevormittag alle Kinder.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.