OB Michael Ebling (mit Mikro) und Holger Michalczyk (in Rot) begrüßen die Gäste beim Tag der offenen Tür. Foto: Helene Braun

MAINZ – Zehn große Veranstaltungen abgesichert, 18 Einsätze gefahren, mehr als sonst, das ist die Bilanz für 2018. Sieben Alarmierungen im Wasserrettungsdienst und Mithilfe bei einer Bombenentschärfung haben sie für 2019 schon hinter sich. Jetzt beginnt für die Deutsche Lebensrettungsrettungsgesellschaft (DLRG) auf dem Rhein wieder die heiße Phase. Gemeinsam mit Gästen feierten die freiwilligen Lebensretter den Saisonstart an der Rettungsstation am Winterhafen. Vorsitzender Holger Michalczyk machte klar: „Natürlich sind wir das ganze Jahr im Einsatz, aber mit Beginn der Wassersportsaison sind wir auch ohne Alarmierung auf dem Rhein anzutreffen.“ Von Mai bis Anfang Oktober ist die DLRG auch präventiv tätig, und die ersten Regatten stehen an.

Das Wetter ist schön, der Rhein so blau wie der Himmel darüber und das Essens- und Getränkeangebot der DLRGler wird gut angenommen. An einem Kletterfelsen hangeln sich auch kleine Kinder unter Betreuung eines Helfers bis zur Spitze.

Die Riesenwasserbälle sind nicht nur eine Attraktion bei vereinseigenen Festen, sie bringen auch Geld in die Kasse. Foto: Helene Braun

Die riesigen Wasserbälle, die letztes Jahr angeschafft wurden, finden reichlich Benutzer in dem aufblasbaren Pool. Und Maskottchen „Nobbi“ ist ebenfalls leibhaftig und riesengroß dabei. Wer möchte, darf eine Runde mit dem Rettungsboot mitdrehen. Auch der nicht ganz günstige Pavillon leistet erstmalig gute Dienste. Er ist wie der Grill nagelneu.

Dabei hat die DLRG mit einigen Problemen zu kämpfen. Stolz zwar ist Holger Michalczyk auf das starke Team, das neue Fahrzeug ist noch nicht ganz bezahlt. Die Spendenaktion, die vor Weihnachten gestartet ist, läuft weiter. Die Riesenwasserbälle sind dafür ein voller Erfolg, denn durch das Verleihen generiert der Verein weitere Mittel für Material und Ausbildung. Aber es fehlt noch immer eine Liegenschaft für drei Autos, drei Boote, einen Schulungsraum und für Büro und Geschäftsstelle. Hier wünscht sich Michalczyk eine nachhaltige Lösung. „Wir sind in der alten Liegenschaft vor vollendete Tatsachen gestellt worden, und durch den Einsatz des Oberbürgermeisters und der Stadtwerke in einer Zwischenlösung untergekommen.“ Theoretisch wäre man auch glücklich, den aktuellen Standort erweitern zu können, aber da begönnen die Gespräche erst.

OB Michael Ebling sagte: „Diese Stadt am Wasser braucht eine aktive Gruppe wie die DLRG, die Zahlen der Unfälle sind sogar steigend, auch aus Gründen des Leichtsinns.“ Aber es könnten auch immer weniger Menschen schwimmen. „Schwimmen sollte zu den Basics gehören“, sagte Ebling. Auch das kann man bei der DLRG lernen.

Was Michalczyk auch wichtig ist: Die DLRG Mainz engagiert sich im Projekt Kindergartentage im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes mit zwei „Bufdis“ zusammen mit Nivea. Und es gibt weitere Neuerungen. 2019 leistete sich die DLRG einen Neujahrsempfang. Michalczyk: „Und wir haben vor, die DLRG noch weiter hinaus in die Welt zu tragen, damit uns jeder kennt.“

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig und seit 2014 Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.