Landrätin Dorothea Schäfer (Mitte) bei der Übergabe. Foto: Kreisverwaltung Mainz- Bingen/Rebecca Beichert

RHEINHESSEN – Das Fledermausprojekt am Ruhe Forst Rheinhessen-Nahe in Waldalgesheim wurde als offizielles Projekt der „UN-Dekade Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet. Die Würdigung nahm Landrätin Dorothea Schäfer in der Ingelheimer Kreisverwaltung vor. Die Auszeichnung wird an vorbildliche Projekte verliehen, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt in Deutschland einsetzen. Ortsbürgermeister Stefan Reichert und Förster Bernhard Naujack nahmen diese besondere Auszeichnung gerne entgegen. Fledermäuse brauchen zum Leben nicht viel: hauptsächlich ihre Ruhe und unbelastete Insektennahrung.

 

Im Waldalgesheimer Wald wurde 2015 ein Waldrefugium nahe dem Ruhe Forst Rheinhessen-Nahe für diese Zwecke ausgewiesen. Im Forst bleiben durch das besondere Konzept der Waldbestattung alte Bäume auf 14 Hektar erhalten. Die Waldbesucherinnen und -besucher werden hier überwiegend auf ausgewiesenen, markierten Pfaden kanalisiert. Im angrenzenden Waldrefugium hingegen ist das Betreten nicht erwünscht. Dort kann sich der Wald ungestört entwickeln. Durch die Kombination aus Bestattungswald und Waldrefugium entstehen ideale Jagdreviere mit unbelasteter Insektennahrung und ruhigen Sommerquartieren für die Fledermäuse. Mitdiesem vorbildlichen Projekt wird ein deutliches Zeichen für das Engagement zurErhaltung biologischer Vielfalt in Deutschland gesetzt.

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