Trafen sich in der Vinothek: v. re. Reinhard Dietzen, Günter Beck, Karl Strack, Kurt Feyerabend, Christine Eckert. Foto: Helene Braun

MAINZ/NACKENHEIM – Eine neue feste Spielstätte wie es das Weingut Gunderloch einmal war, gibt es immer noch nicht für die Aufführungen der Carl-Zuckmayer-Gesellschaft mit ihrem letztjährig gewählten Präsidenten Günter Beck. Aber das Vorstands-Team um den Mainzer Bürgermeister hat dafür jede Menge Ideen und Pläne auf der Pfanne und in diesem Jahr erwarten das Publikum sogar die „Kleinen Carl Zuckmayer Festspiele“. Und Beck hat für jede Menge neuer Kontakte gesorgt, so wie jetzt mit dem Proviantamtmagazin, dessen Inhaber Karl Strack an der Programmvorstellung in der Vinothek teilnahm, wo Günter Beck, Kurt Feyerabend, Regisseur und Geschäftsstellenleiter, Reinhard Dietzen, Vize, und Christine Eckert die Neuigkeiten vorstellten.

Günter Beck erklärte die Idee: „Der Kultursommer hatte das Thema ´Heimat` ausgerufen und wir haben überlegt, ob eine Kooperation möglich sei. So kam der Gedanke auf, die Festspiele auszurichten.“ Was auch eine Förderung durch das Kultusministerium bedeute. Im Programmheft sind vorerst sechs neue Veranstaltungen festgehalten. Diese würden noch ergänzt. Ganz stolz, sagte Beck, sei man auf die Kooperation mit dem Staatstheater, das im Karstadt-Kaufhaus über eine Spielstätte verfügt. Hier will die Gesellschaft im Mai den „Geheimreport“ wieder aufleben lassen.

Im letzten Jahr musste „Der fröhliche Weinberg“ ausfallen, das soll er in diesem Jahr auf keinen Fall. Bewährt hat sich bereits der Rathausplatz in Nackenheim, der die wunderbare Kulisse für das Stück bildet. Die Aufführungen sind im Juni. Los geht´s aber am 12. Mai im Proviantamtmagazin mit einer „Lesung aus dem Exil“ von Christine Eckert und Günter Beck mit Werken von Carl Zuckmayer und Alice Herdan. Im September treten die beiden noch einmal in Nackenheim im Muxum, im Ortsmuseum, auf. Autobiografisch wird es beim Spaziergang durch Mainz. Im Juni und im August begeben sich Rudi Lucas, Thomas Klippert und Martin Baltrusch auf Zuckmayers Spuren in Nackenheim. Schließlich, am 2. Juni, findet das Thema „Heimat“ in Szenen aus verschiedenen Zuckmayer-Stücken Beachtung. Mit dem KUZ, sagte Reinhard Dietzen, verhandele man gerade, um die verfilmten Stücke zeigen zu können.

Die Überlegungen, die auf eine neue Spielstätte abzielen, sind derweil noch nicht abgeschlossen. Die Kapselfabrik sei verkauft oder im Begriff, verkauft zu werden. Hier würden sich die Zuckmayer-Freunde gerne niederlassen, doch gebe es immer noch keine Klarheit, was der Investor mit der Immobilie vorhabe. Aber die Gesellschaft verfügt auch über eine Baugenehmigung in der Nähe der Zuckmayer-Halle in Nackenheim. Hier ist noch gar nichts entschieden.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig und seit 2014 Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.