Auf der Römerquelle soll ein weiteres Wohngebiet entstehen. Abbildung: Stadt Mainz.

FINTHEN – „120 Wohnungen, das sind 240 Autos“, machte einer der Anwohner der Römerquelle in der Fragestunde des Ortsbeirates auf die Problematik aufmerksam, die auf die bereits 4500 Einwohner des Quartiers zu kommen werde. Der Bebauungsplanentwurf (F 93) für ein neues Wohnquartier am Sertoriusring stößt bei den Bürgern großenteils auf Ablehnung. Etwa 40 waren allein zur Sitzung gekommen, der letzten in der Legislaturperiode. Im Bereich der Tennisplätze neben Aldi und dm soll Wohnbebauung realisiert werden. Vorerst aber geht es lediglich um Änderung des Flächennutzungsplanes und den Aufstellungsbeschluss.

Der Stadtrat hat mittlerweile mehrheitlich dem Vorhaben zugestimmt, der Ortsbeirat kurz zuvor ebenso, aber mit Auflagen. „Wir sind uns einig, dass wir Wohnbebauung brauchen, insbesondere unter dem Aspekt der Zusage von 25 Prozent sozial geförderten Wohnraums“, sagte Schäfer. Allerdings bitte sich der Ortsbeirat zwei Dinge aus: zum einen die Einbeziehung der Bürger in die Planungen und die Unterstützung der Stadt beim Vorhaben, den Autobahnanschluss Römerquelle zu realisieren. Dazu soll die Verwaltung den gemeinsamen Antrag des Ortsbeirates vom Februar dem Landesbetrieb Mobilität sowie dem Bundesverkehrsministerium vorlegen.

Allein diese Forderung beruhigte die Bürgerschaft nicht vollends. Weitere Fragen stellten sich: Wo soll der ruhende Verkehr hin? Die Parkplätze bei Aldi und dm seien auch sonntags besetzt. Andere fürchten Augenwischerei bei der Anzahl der Geschosse und weitere Probleme im sozialen Zusammenfinden sowie Lärm.

Das Gebiet hat im Norden den Lärmschutzwall entlang der Autobahn A 60 als Grenze, im Osten die öffentliche Grünfläche, im Süden den Sertoriusring und im Westen den bestehenden Lebensmittelmarkt. Dazu kommen noch Teile des bestehenden Lärmschutzwalls zur Autobahn A 60 bis zu dem dort verlaufenden Fußweg.

Um einen Übergang zu den angrenzenden Grünbereichen zu schaffen, ist im Süden die Errichtung von drei solitären Punktgebäuden vorgesehen. Diese bilden zusammen mit der Riegelbebauung im Norden einen gemeinschaftlichen Hof. Unter dem gemeinschaftlichen Wohnhof ist eine zentrale Tiefgarage geplant. Als geeigneter Standort für einen Kindergarten biete sich das südöstlich gelegene Punktgebäude an, da es über ein größeres Angebot an Freiflächen im Umfeld verfügt, die für die Herstellung eines Außenspielbereiches geeignet sind.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.