Bürgermeister Beck und Ortsvorsteherin Westrich legen Hand ans Bürgerhaus an. Foto: kga

LERCHENBERG – Als Bürgermeister Günter Beck am Bürgerhaus vorfährt, packt er einen Hammer aus. Von daheim mitgebracht, fünf Kilo schwer und bestens geeignet, um damit zumindest symbolisch den „Startschlag“ zu den Sanierungs- und Umbauarbeiten an dem 70er Jahre Bau zu signalisieren.

Zwar sind die Pläne noch nicht ganz durchs Genehmigungsverfahren durch, und der Stadtrat hat auch noch ein letztes Wort mitzureden, so der Finanzdezernent und Geschäftsführer der Mainzer Bürgerhäuser GmbH. Trotzdem kann nach Ostern der Abrissbagger anrollen, um die an der Westseite des Bürgerhauses befindliche Hausmeisterwohnung niederzulegen. Sie ist der einzige Teil des Bürgerhaus-Komplexes in der Hebbelstraße, der nach den erarbeiteten Plänen nicht erhalten werden soll.

Bis Ende 2020 soll das Bürgerhaus fertig umgebaut sein. Foto: kga

Mit den Hauptarbeiten soll im Herbst begonnen werden, zeigten sich Beck, Ortsvorsteherin Sissi Westrich und Felix Wälder von der Bürgerhaus GmbH zuversichtlich. Die Lerchenberger warten laut Ortsvorsteherin schon fast zwei Jahre darauf, dass sich endlich etwas am Bürgerhaus tut. Beck erklärte, in der Baubranche herrsche Hochkonjunktur. Es sei schwer, Firmen zu finden, die noch Aufträge übernehmen. Er schwingt den Vorschlaghammer und lässt ihn gegen eine Mauer an der Hausmeisterwohnung krachen. „Notfalls hole ich mir ein paar Leute und dann reißen wir dieses Ding selbst ab“, meint er mit einem Augenzwinkern.

Westrich greift sich einen Stein und bittet Beck: „Kann ich noch 20 weitere haben?“ Sie überlegt, die Klinker in einer Art „Sponsoring-Event“ für das Bürgerhaus zu veräußern. Beck kontert: „Die könnte man hier vielleicht nochmal gebrauchen.“

Man ist zu Späßen aufgelegt. Denn das  Land hat der Stadt ja längst Fördermittel aus dem „Kommunalen Investitionsprogramm 3.0“ zur Verfügung gestellt. Insgesamt 20 Millionen darf Mainz in die Bürgerhäuser in Finthen, Hechtsheim, Ebersheim, Weisenau und eben auch Lerchenberg investieren. Der Finanzausschuss habe die städtischen Mittel schon bereitgestellt. 8,8 Millionen Euro, so die Schätzungen, werde das neue alte Bürgerhaus in der Hebbelstraße am Ende kosten. Wobei der Tanzclub „Rotweiß“ seinen Saalanbau an der Südseite selbst tragen wird. Die dringend benötigte Kita, die im Osten einen zweigeschossigen Anbau bekommt, wird über die Stadt finanziert.

Bis Ende 2020 könnte alles fertig sein. Beck und Westrich blicken sogar noch ein Stück weiter: „Ab 2021 dürfte dann auch die Umgestaltung der Außenanlage zu einer auch seniorengerechten Parkanlage starten.“

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