Die Anzeige des Linienbusses signalisiert: Hier handelt es sich um eine Übung. Foto: Ralph Keim

NEUSTADT – Schwerer Unfall in der Hindenburgstraße: Ein unachtsamer Autofahrer hat einem Linienbus die Vorfahrt genommen. Es kommt zum Crash, bei dem zwei Personen im Auto schwer und mehrere Personen im Bus unterschiedlich schwer verletzt werden. Doch Martinshorn und Blaulicht signalisieren: Hilfe ist unterwegs. Glücklicherweise war es nur ein gestelltes Szenarium, das sich am Samstagvormittag in der Hindenburgstraße abspielte. Dabei probten die Feuerwehr, die Schnelleinsatzgruppen der Rettungsdienst, die Leitenden Notärzte und das Katholische Klinikum Mainz gemeinsam den Ernstfall. Mit dabei waren auch Aktive der Ökumenischen Notfallseelsorge Mainz. Für die Übung wurde die Hindenburgstraße mehrere Stunden gesperrt. Neustadt-Ortsvorsteher Johannes Klomann, der auch den symbolischen ersten Notruf abgesetzt hat, und seine Gonsenheimer Amtskollegin Sabine Flegel waren ebenfalls vor Ort, um sich ein Bild zu machen. Zahlreiche Bürger verfolgten ebenfalls interessiert die Übung. Dabei mussten sich die eintreffenden Rettungskräfte erst einmal ein Bild der Lage machen.

 

 

Insgesamt beteiligten sich 140 Personen an der Übung, von denen einige Verletzte darstellten.
Foto: Ralph Keim

Nach Rückmeldungen an die Rettungsleitstelle wurden weitere Einsatzkräfte alarmiert. Wichtig ist im Ernstfall die schnelle Versorgung der Verletzten. Keiner darf trotz der vielleicht unübersichtliche Situation den Überblick verlieren. Die Verletzten werden angesprochen, eventuell in ein Krankenhaus gebracht. Wer mit dem Schrecken oder einem Schock davon gekommen ist, wird direkt vor Ort betreut. Für die Feuerwehr heißt es: Verletzte müssen erst aus dem schwer beschädigten Fahrzeug befreit werden. Insgesamt sorgten in der Hindenburgstraße neben dem Linienbus und einem zur Verfügung gestellten Schrottauto rund 20 Einsatzfahrzeuge dafür, dass einige Passanten zunächst an einen richtigen Unfall dachten. In diesen Fällen konnten die anwesenden Polizeibeamten beruhigen. Sie mussten allerdings auch so manchen Autofahrer die angesichts der gesperrten Hindenburgstraße richtige Richtung weisen. Insgesamt wuselten rund um den Ort der Übung 140 Menschen, darunter rund 90 Einsatzkräfte. Würde es in Mainz zu einem größeren Unglücksfall kommen, würde der Katastrophenschutz der Stadt aktiviert. Bei einem entsprechenden Alarm würden neben Polizei und Feuerwehr auch die ehrenamtlichen Schnelleinsatzgruppen der einzelnen Rettungsdienste alarmiert. Organisatorische Leiter würden die Abläufe leiten. In der Hindenburgstraße war es Thorsten Becker, Organisatorischer Leiter des ASB, der die Katastrophenschutzübung organisierte.

Ortsvorsteher Klomann setzte den symbolischen ersten Notruf ab. Foto: Ralph Keim
Teilen
Vorheriger ArtikelFrühstück an der Baustelle
Nächster ArtikelBürgernahe Sozialdemokraten
Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“