FINTHEN – „Macht nur so weiter!“ Mit dieser zynischen Aufforderung brachten Stefanie de Vries, die Vorsitzende der Finther SPD, und Ortsvorsteher-Kandidat Manfred Mahle ihr Bedauern darüber zum Ausdruck, dass es nicht mehr möglich ist, in der Postfiliale in Finthen Geld bei der Postbank abzuheben.

Für Kontoinhaber der Postbank sei das eine schlechte Nachricht. Der Kunde sei bei der Postbank als König abgesetzt; jetzt regierten die Aktionäre, kommentierten de Vries und Mahle.

Rund 1500 Finther haben 2007 mit ihrer Unterschrift gegen die beabsichtigte Schließung der Post-Filiale protestiert. Genützt hat es nichts. Die Filiale wurde aufgelöst. Die Deutsche Post betreibt – gewissermaßen „nebenbei“  fast nur noch Partner-Filialen, beispielsweise in Schreibwarengeschäften.

Dabei haben die Finther noch Glück gehabt, weil sich ein Partner-Geschäft gefunden hat, stellten de Vries und Mahle fest. „Wie wird es aber aussehen, wenn kein Geschäftsinhaber mehr in Finthen bereit ist, die Agentur zu betreiben? Müssen wir dann postalische Angelegenheiten in Gonsenheim erledigen?“

Um für die Versorgung mit Bargeld einen minimalen Ersatz zu schaffen, fordern de Vries und Mahle die Postbank auf, im Finther Ortskern einen Bankautomaten zu installieren.

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