Autorin Stefanie Jung stellt in der Buchhandlung BINO ihre persönlichen „Glücksorte in Mainz“ vor. Foto: Annette Pospesch

NIEDER-OLM > „Glücksorte in Mainz“ sei ihr inzwischen zehntes Buch, verrät die Autorin und freie Journalistin Stefanie Jung den Besuchern ihrer Lesung in der Buchhandlung BINO in Nieder-Olm. „Ich freue mich riesig, dass so viele gekommen sind, um mit mir meine Glücksorte in Mainz zu erkunden“, sagt die gebürtige Mainzerin, die seit vielen Jahren mit ihrer Familie in Nieder-Olm lebt.

Die Vollblut-Rheinhessin hat ihre Heimat zum Gegenstand ihrer publizistischen Arbeit gemacht, weil sie sie liebt und davon überzeugt ist, dass es hier unendlich viele Schätze zu entdecken gibt.

80 dieser Schätze – Orte, Plätze und verborgene Winkel – hat Stefanie Jung in „Glücksorte in Mainz“ zusammengestellt und je auf einer Doppelseite samt Foto ansprechend präsentiert. „Es sind eher keine typischen Touristenziele, sondern mit Emotionen verbundene und mit besonderen Stimmungen aufgeladene zauberhafte, verwunschene und manchmal auch skurrile Fleckchen unserer Landeshauptstadt“, schwärmt sie und erzählt überzeugend glücklich von ihren Recherchen zum Buch. Dieses Glück wolle sie mit ihren Lesern teilen und es erlebbar machen. Mainz stecke voller Überraschungen plaudert sie unterhaltsam und entführt die Zuhörer unter anderem an den sogenannten „Mom-Beach“, einen kleinen Strandabschnitt am Rheinufer, der inmitten des urbanen Tosens zum Chillen einlädt oder lädt sie zum Spaziergang ins renaturierte Wildgrabental ein. Ihr persönlicher Lieblingsort sei die Nummer 61 im Buch, der Stephansgarten am Fuße des Ostchores der gleichnamigen Kirche, eine versteckte Oase mit Aussicht, die ganz besonders jetzt im Frühling ihren Reiz entfalte, wenn dort, korrespondierend mit den Chagall-Fenstern, alles blau zu blühen anfange. Mit dem neuen Toilettenhäuschen am Münsterplatz, ein mit seiner schillernden Fassade ungewöhnlicher Würfelbau, hat auch ein eher profanes Örtchen den Weg ins Buch gefunden, das bei Bedarf aber auch sehr glücklich machen kann.

Der portugiesische Supermarkt in Mombach hingegen, Glücksort Nummer 21, verschafft dem Leser ein Gefühl von Urlaub, denn dort vermischen sich Düfte, die man sonst nur aus dem Süden kennt.

„Es gibt so viel in der Heimat zu entdecken. Man muss sie nur zulassen, die Exotik der Nähe“, macht Stefanie Jung mit ihrer Buchvorstellung neugierig auf mehr. Darüber, wo ihr persönlicher Glücksort sei, konnten sich die Besucher im Anschluss an die Lesung bei rheinhessischen Tapas und Secco mit der Autorin austauschen.

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