CDU-Spitzenkandidatin Christine Schneider war Ehrengast der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU im Karthäuserhof in Hechtsheim. Foto: Oliver Gehrig

HECHTSHEIM–Zank um den Brexit und kein Ende: Wer derzeit die endlosen ergebnislosen Debatten aus dem britischen Unterhaus verfolgt, muss denken: Die spinnen, die Briten.Zum Thema „Brexit–was nun?“ sprach jetzt Christine Schneider, die CDU-Spitzenkandidatin des Landes für die Europawahl am 26. Mai, auf Einladung der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU vor rund 40 Gästen im Hechtsheimer Karthäuserhof. „Alle Kompromisse für einen geregelten Brexit sind gescheitert“, bekannte Schneider. „Die Nachrichten aus Großbritannien sind eher bestürzend als erhellend.“ Im Moment sei eher Kaffeesatzleserei angesagt. Ratlosigkeit herrsche auch in Brüssel. Die Deadline für ein angenommenes Referendum sei der 12. April, denn das sei die letzte Chance für Großbritannien zur Aufstellung für die Europawahl. Schneider: „Ich kann nur hoffen, dass das Referendum doch noch angenommen wird, um den harten Brexit zu verhindern, denn der hätte verheerende Nachteile sowohl für Großbritannien als auch für die EU.“ Schneider sprach sich für Europa und gegen Nationalstaatsgedanken aus.

 

„Wir haben die Bedeutung von Europa jahrelang zuwenig thematisiert“, bekannte sie. Das vereinte Europa sei ein Garant für Frieden und Freiheit sowie für wirtschaftlichen Wohlstand. Im Anschluss stellte Christine Schneider die Kernpunkte ihres Wahlprogramms vor. Dazu gehören die Themen Stärkung des Klimaschutzes, innere Sicherheit und Migration, Förderung der Digitalisierung sowie Stärkung der Landwirtschaft und der Agrarpolitik. „Hier brauchen wir eine Entbürokratisierung“, forderte sie. Im Anschluss leitete Andreas Illenseer, der Mainzer CDU-Spitzenkandidat für die Europawahl, die lebhafte Diskussion.Christine Schneider ist seit 22 Jahren für die CDU im Landtag und seit 2016 stellvertretende Landesvorsitzende. Die aus der Südpfalz stammende gelernte Tischlerin gibt als Hobby den Weinbau an. 1992 war sie Pfälzer Weinkönigin.

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Oliver Gehrig
Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.