Das 20-jährige Bestehen von Treffpunkt Marienborn wurde groß gefeiert. Foto: kga

MARIENBORN – Zum Glück war das Wetter herrlich. Denn bis nach draußen vor die Tür drängten sich die Gäste, die zum 20. Geburtstag vom Treffpunkt Marienborn gekommen waren. Sozialdezernent Eckard Lensch und Ortsvorsteher Claudius Moseler, sein Vorgänger Bernd Noll, die meisten aber  Anwohner, die schon seit Jahren regelmäßig den Treff besuchen, um bei gemütlichem Frühstück oder Kaffee und Kuchen mit Nachbarn ins Gespräch zu kommen oder sich den einen oder anderen Rat zu holen, wenn es um Behördengänge, Formulare in Amtsdeutsch oder dergleichen geht.

Der Dank der Vorsitzenden Christiane Gerhardt ging in viele Richtungen. Sie erinnerte an die Helfer, die vor zwei Jahrzehnten, als die Vereinsräume am Sonnigen Hang übernommen wurden, anpackten, um einen einladenden Treff zu gestalten. Es mussten Toiletten eingebaut und Rohre verlegt werden, der alte Teppich musste raus, die Wände neu angelegt werden. Viele helfende Hände begleiteten die Arbeit im Verein in alle den Jahren bis heute ehrenamtlich mit.  „Ihr habt geholfen, aus diesem Loch ein Domizil zu machen“, zeigte sich Gerhard sichtlich bewegt.

Der Treffpunkt Marienborn ist eine wichtige Anlaufstelle. Foto: kga

„Danke, dass ihr für uns da gewesen seid, das ist eine tolle Zusammenarbeit hier“, so Gerhard. Dass die Engagierten im Treff, der sich vor allem über Spenden finanziert, mit Herzblut dabei sind, zeigt auch der liebevoll österlich geschmückte Hauptraum, in dem es unter der Woche neben Frühstück und Nachmittagskaffee auch Spielenachmittage, kleinere Veranstaltungen und eben auch Beratungsstunden und Sprachkurse gibt.

Lensch hob die Gemeinwesenarbeit hervor. Hier mache sich die Verwaltung intensive Gedanken. Wie geht es den Bürgern vor Ort, welche Einkommens- und Altersstrukturen leben wo, „dieser Teil Marienborns ist unterstützungswürdig“, so das Ergebnis der Gedanken, erklärte Lensch und versprach die Hilfe der Stadt, für dieses und das nächste Jahr, aber auch darüber hinaus.

Moselers Dank galt „Christiane, die es geschafft hat, das Projekt am Leben zu halten“. Leider seien  Fördergelder des Bundes im Rahmen der Sozialen Stadt für den Treffpunkt e.V. abgelehnt worden. „Wir haben aber so lange bei der Stadt gebohrt, bis dort klar wurde, dass auch Projekte außerhalb des Fensters der Sozialen Stadt  förderwürdig sind“. Hier soll es nun ein „Geburtstagsgeschenk“ geben. Eine weitere kleine Spende gab es außerdem vom Ortsbeirat.

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