Gut aufgestellt zeigt sich der Ebersheimer Gewerbeverein. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

EBERSHEIM. Eine Fackelwanderung als das Jahreshighlight, ein Ja zur Ebersheimer Smartphone-Applikation und eine Beitragserhöhung für Vereinsmitglieder:In seiner jüngsten Jahreshauptversammlung zeigte der Ebersheimer Gewerbeverein, dass er den Finger am Puls der Zeit hat .Das Ausscheiden des bisherigen Vorsitzenden Joachim Vorschneider Ende 2018 führte jedenfalls zu keiner Schwächung in der Vereinsführung.„Der Verein ist handlungsfähig geblieben, wir können alle Unterschriften leisten“, sagte der neue Vereins vorsitzende Jürgen Alsfasserim Fasanenhof in Ebersheim. Bis zu den Vorstandswahlen im kommenden Jahr wolle er am Steuer bleiben, mit dem formellen Unterschied:„Ich bin nicht der Erste Vorsitzende, sondern lediglich Vorsitzender. “Nach der Anhörung aller Jahresberichte hatte die Versammlung keine Einwände gegen die Arbeit des Vorstands und entlastete das Gremium einstimmig. Danach gab der Vereinschef die Marschroute vor. Mit einer spektakulären Fackelwanderung beispielsweise will sich der Gewerbeverein, der 71 Mitglieder zählt, im Frühjahr profilieren. Die nächtliche Wanderung durch die Weinberge in Erinnerung an die Eingemeindung von Ebersheim nach Mainz vor 50 Jahren soll zahlreiche Bürger anlocken und den Gewerbeverein als einen wichtigen Gestalter des öffentlichen Lebens vor Ort zeigen.

 

Der genaue Beginn der Fackelwanderung am Pfingstsamstagabend soll noch festgelegt werden. Zu Diskussionen führten die Mehrausgaben von 3000Euro. In diesem Zusammenhang kam die Frage auf, in wiefern der Gewerbeverein weiterhin die Ebersheimer Appfördern und finanzieren soll. Heruntergeladen worden sei die Applikation, die neue Wege zur Förderung des Gewerbes eröffnen soll, bisher etwa 2000 Mal. Die Push-Nachrichten abonnieren schätzungsweise 1200 Nutzer, so die Zahlen. Die App sei seitens der Gewerbetreibenden aber gerade mal von zwei Nutzern verwendet worden, so Alsfasser.„Da frage ich mich, wie wir uns hier bei aufstellen wollen.“ Von den Vereinsmitgliedern kam die Frage auf, ob angesichts der  jährlichen Kosten von 1500 Euro für die App, die der Verein übernimmt, und in Anbetracht der Beitragserhöhung auf 10 Euro monatlich sich die Unterstützung der App rechtfertigen lasse. Der Gewerbeverein entschied sich dafür, der App eine weitere Chance zugeben. „Wir werden die Gewerbetreibenden in Workshops die Vorteile und das Know-how für die Nutzung näherbringen“, kündigte er an.

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