Zahlreiche Ehrengäste waren bei der Eröffnung der Weinprobiertage dabei. Foto: Oliver Gehrig

HECHTSHEIM– Unter dem Motto „Kunst & Wein“fanden die Weinprobiertage nun bereits zum dritten Mal „im Exil“ in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in der Geschwister-Scholl-Straße statt. Der Hechtsheimer Winzerverein und die Hechtsheimer Hobbykünstler „Die Gruppe“ luden an drei Tagen zum Schlendern,Verkosten und Kaufen ein. Dabei gab es mehr als 200 Weine und Sekte der beteiligten 13 Hechtsheimer Weingüter sowie Kunstwerke von neun Hechtsheimer Künstlern aus der Gruppe und acht Gastkünstlern zu bewundern. Das Angebot reichte von Gemälden und Skulpturen über Glas-und Seiden arbeiten bis zu handgefertigten Teddybären. „Diese Tage sind eine gute Gelegenheit, dass die Hemmschwelle vor der Akademie der Wissenschaften und der Literatur genommen wird“, warb die Gastgeberin,Akademie-Pressesprecherin Petra Plättner, zur Eröffnung in eigener Sache. „Bei uns arbeiten und forschen normale Menschen, es finden schöne und interessante Lesungen und Konzerte statt.“ Sie zitierte verschiedene Gelehrte zum Thema Wein. „Bestellen Sie reichlich, dann kommen Sie an den Konsum von Goethe heran!“ OB Michael Ebling stellte die Verbindung von Wein und Kultur heraus, die es in dieser Form nur einmal in Mainz gebe.

 

Bei den Weinprobiertagen wurde ausgiebig verkostet und geklönt. Foto: Oliver Gehrig

„Der Wein ist seit 2000 Jahren ein Stück Kultur“, blickte auch er in die Geschichte. Ortsvorsteher Franz Jung dankte den Gastgebern und äußerte dennoch die Hoffnung, dass die Weinprobiertage im kommenden Jahr an ihrem angestammten Platz im dann neuen Bürgerhaus stattfinden können. Marcus Clauß, Vorsitzender des Hechtsheimer Winzervereins, stellte heraus, dass bereits einige Rebensäfte des 2018er-Jahrgangs zu verkosten sind. Beim Rundgang ließen sich die zahlreichen Besucher die Weine von Riesling und Silvaner über Chardonnay und Weißburgunder bis zu Dornfelder und Spätburgunder schmecken. Einige Weine haben fantasievolle Namen wie etwa „Wirbelwind“ und„Distelfink“ beim Weingut Schneider: ein Sauvignon Blanc trocken und eine Scheurebe trocken. Beim Weingut der Stadt Mainz gab es auch Rebensäfte aus Harxheim, Bodenheim und Ebersheim zu kosten. Zum Rahmenprogramm gehörte eine Tombola, bei der es ausgesuchte Weine und Kunstwerke zu gewinnen gab. Für die Kinder gab es vier Aufführungen des Kasperletheaters der Kita St. Pankratius.

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Oliver Gehrig
Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.