Die Menschenkette entlang der Breite Straße gab ein beeindruckendes Bild ab. Foto: Ralph Keim

GONSENHEIM – Es war ein beeindruckendes Bild, das sich am frühen Abend an der Breite Straße bot: Zahlreiche Bürger jeglichen Alters bildeten entlang der beiden Bürgersteige eine Menschenkette. Dazu aufgerufen hatten die Gonsenheimer Kirchen und der Stadtteiltreff. Damit setzten die Teilnehmer auch ein Zeichen für andere, sich mehr für den Erhalt und die Stärkung der Menschenrechte zu engagieren.                          Zunächst stimmte Stephan Hesping vom Team der hauptamtlichen Mitarbeiter des Stadtteiltreffs, die Teilnehmer vor der Evangelischen Kirche ein. Gerade in der heutigen Zeit sei es wichtig, sich für den Erhalt der Menschenrechte einzusetzen. Auch wenn diese im Grundgesetz verankert seien, seien sie auch in Deutschland immer wieder gefährdet. Auch gegen die in der deutschen Gesellschaft immer zu beobachtende Diskriminierung sollte mit der Menschenkette ein deutliches Zeichen gesetzt werden.

Zahlreiche Bürger versammelten sich vor der Evangelischen Kirche. Foto: Ralph Keim

 Ebenfalls Thema war die immer noch anhaltende Flüchtlingskrise, die auch im Jahr 2019 nahezu täglich Menschenleben koste, beispielsweise auf dem Mittelmeer. Nach der kurzen Kundgebung vor der Evangelischen Kirche, teilten sich die Teilnehmer, um rechts und links der Breite Straße jeweils eine Menschenkette zu bilden. Die meisten hatten eine Kerze, ein Teelicht oder eine künstliche Lichtquelle mitgebracht, sodass die beiden Menschenketten in der hereinbrechenden Dämmerung ein beeindruckendes Bild abgaben. Danach kamen alle wieder an der Kirche zusammen, um bei Glühwein das Thema in Gesprächen zu vertiefen.

Teilen
Vorheriger ArtikelMende will Oberbürgermeister werden
Nächster Artikel„Bonjour Coco, Bonjour Katharina“
Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“