Sehr viel Mutterwitz des in Rumänien, in Hermannstadt, geborenen Mainzers, Lebenserfahrung und die Fähigkeit, diese humorvoll in Szene zu setzen, werden in den Büchern deutlich, so auch im neusten Werk mit Karikaturen und Fotos. Foto: Helene Braun

GONSENHEIM/MAINZ – In Mainz landete er vor 39 Jahren, weil er im Zug eingeschlafen war. Und wenn er nicht arbeitet wie ein Tier, dann schreibt er – aus Langeweile und als Hobby, wie Wolfgang Klein der Lokalen Zeitung erzählt. Keiner hat wohl die Mainzer gehobene Kneipenszene so geformt und bereichert wie Wolfgang Klein. Schon in jungen Jahre eine Legende, blickt „der Wolfi“, der in 39 Jahren erst das Quartier Mayence, dann das Caveau betrieb und jetzt im Löwen residiert, auf ein erfülltes Leben. In Gonsenheim, im Löwen, seinem Kneipensitz, erzählt Wolfi Klein von seinem neuen Buch und dem Auftritt, den er am Freitag, 22. März, im Frankfurter Hof haben wird. Ja, der Wolfi hat wieder ein Neues. Jetzt noch schnell Karten für den Frankfurter Hof sichern denn da liest er daraus vor. „Schöne Bescherung“ heißt es und ist das zehnte seiner Autoren-Laufbahn.
Dabei soll es nicht bleiben, es wird ein unterhaltsamer Abend mit Freunden und Musik. In einer Mischung aus Lesung, Mitsingliedern und Tanz unter Freunden geben sich Gäste aus allen Unterhaltungssparten die Klinke in die Hand. Die Moderation übernehmen Thomas Becker und Martin Krawietz. Am Piano glänzt Claudio Poso. Auch die Weggefährten aus dem Quartier und dem Caveau werden dabei sein und natürlich dem Löwen, doch die Knaller des Überraschungsabends werden jetzt natürlich noch nicht verraten.
Eigentlich war es der Klimawandel, sprich die heißen Sommer, der den Wolfi zum Schreiben trieb, Prosa und Gedichte. Dabei ist der Wolfi ein Mann wie ein Bär, die Muskeln sprechen eher von harter Arbeit als davon, die Feder zu führen. Und nicht nur lustig ist das Kneipenleben. Sorgen trieben ihn all die Jahre um, die Mieten stiegen ins nahezu Unbezahlbare und im Sommer war flaute. Dann griff der Wolfi zur Tastatur und schrieb die lustigen, kuriosen, ja skurrilen Begebenheiten aus seinem reichen Leben auf, durchaus gesellschaftlich politisch motiviert und dem Leben und dem Humor zugetan. Diesmal geht es unter anderem um die „Allerbeste“, die Ehefrau, mit der seit 40 Jahren verheiratet ist, wie er stolz berichtet. „Das ganze Leben ist hier drin“, sagt Wolfi, und tippt auf das gerade erschienene Buch und die anderen, die er mitgebracht hat. „Einer erzählt eine Geschichte am Tresen und ich gehe hin und schreibe sie auf.“

Performance
Fr., 22.03.2019, Frankfurter Hof
Beginn: 20:00 Uhr, Einlass: 19:00 Uhr
Wolfi Klein & Gäste Schöne Bescherung …das Spektakel die 3te …

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.