Mainz – Die gute Nachricht für alle Fastnachter und Fastnachterinnen: der Rosenmontagszug in Mainz findet stat. Seit Tagen befinden sich die Verantwortlichen des Mainzer Carneval-Vereins (MCV) in permanentem Austausch mit dem Deutschen Weterdienst und mit den zuständigen Ämtern und Behörden. Die Prognosen gingen hin und her. Mal Orkan, mal Sturm, mal Böen. „In jedem Fall gab es bislang keine eindeutige Voraussage“, so MCV-Präsident, Reinhard Urban, „sodass wir nach jeder Prognose wieder neu beraten haben.“ Nach dem die Verantwortlichen im MCV sich mit Sicherheitsexperten und Meteorologen beraten haben, ist die Entscheidung gefallen, den Zug laufen zu lassen. „Dabei standen wir nicht nur mit den Meteorologen in konstantem Austausch“, so Pressesprecher Michael Bonewitz, „sondern haben uns auch mit unseren Kollegen in den Fastnachtshochburgen in Köln und Düsseldorf abgestimmt.“ So wird auch in Mainz der Zug mit einigen Einschränkungen stattfinden. Bereits in den letzten Tagen haben die Standbetreiber und Techniker an den Bühnen die Anweisung erhalten, sämtliche Buden, Stände, Bühnen, Tribünen, Zelte, Banner usw. entsprechend weter- und windfest zu arretieren und anzuspannen. „Wir erweitern diesen Hinweis an alle Stand- und Budenbetreiber oder auch an Privatpersonen, die Zelte oder ähnliches entlang der Strecke aufstellen wollen, auch wenn diese nicht in den Verantwortungsbereich des MCV fallen“, so Urban.

Es ist ein Appell der Vernunft und ein Akt der Vorsorge, alles, was durch eine Windböe losgerissen werden könnte, entsprechend sicher zu befestigen. Ganz unabhängig von der Weterlage, so der MCV weiter, trage jeder Besucher und jede Besucherin grundsätzlich ein gewisses Maß an Eigenverantwortlichkeit, so gesehen sind Hinweise auf etwaige Gefahrenstellen absolut wünschenswert. In enger Abstimmung mit den reitenden Garden (Ranzen-, Füsilier- und Prinzengarde) wurde zudem entschieden, auf die Mitnahme von Pferden ganz zu verzichten. Harald Faerber, Generalfeldmarschall und Vizepräsident der Mainzer Prinzengarde, der maßgeblich am Pferdesicherheitskonzept mitgeschrieben hat: „Die Entscheidung haben wir uns nicht leicht gemacht, zumal wir uns das ganze Jahr intensiv auf die Teilnahme am Rosenmontagszug vorbereitet haben. Wir alle, die wir am Rosenmontagszug mitreiten, haben ein enges Verhältniszu unseren Pferden und gerade weil wir uns dem Tierwohl verpflichtet fühlen, haben wir uns einstimmig dafür entschieden, die Tiere unter diesen Rahmenbedingungen nicht mitzunehmen.“ Zur Beratung wurde auch der Tierarzt, Kai Kreling dazu gezogen. Um bestimmte Risiken auszuschließen, haben sich die MCV-Verantwortlichen zudem entschlossen, keine Fahnen und keine Schilder beim Rosenmontagszug mit zunehmen. „Wir wissen, dass viele der über 8.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Rosenmontagszug auf diesen Tag das ganz Jahr hinfiebern, ob Garden, Vereine, Musikcorps oder Tanzgruppen, es ist eine wunderbare Brauchtumsveranstaltung, die ein Teil der Mainzer Lebensart verkörpert“, so Bonewitz, „umso mehr wünschen wir uns, dass auch der 117. Rosenmontagszug seit Gründung des Mainzer Carneval-Vereins 1838 e.V. sicher und närrisch die rund 7 km lange Strecke absolvieren wird.“

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