OB Ebling (li.) leistete Ortsvorsteher Strotkötter (2. v. li.) gerne Unterstützung. Foto: Ralph Keim

LAUBENHEIM – Gerhard Strotkötter musste sich warm anziehen, obwohl es auch am späten Nachmittag noch fast frühlingshaft mild war. Denn der Ortsvorsteher sah sich einer fröhlichen Übermacht konfrontiert, die nur schwer in Schach zu halten war.
Vor der Ortsverwaltung hatte sich nämlich an Altweiberfastnacht eine illustre Narrenschar versammelt, um das Zentrum der Laubenheimer Verwaltung im Sturm zu nehmen. Die ULKer und die Schwarzen Gesellen hatten zahlreiche Mitstreiter (darunter auch Jungen und Mädchen der Kita aus der Nachbarschaft) gefunden, um der Obrigkeit das Fürchten zu lehren.

 

Das närrische Volk stürmte auch in Laubenheim die Ortsverwaltung. Foto: Ralph Keim

Doch Ortsvorsteher Strotkötter und seine Getreuen hatten einen mächtigen Verbündeten: Oberbürgermeister Michael Ebling war eigens aus der Innenstadt in die südlichste Bastion der Landeshauptstadt gekommen, um Beistand zu leisten.
Und so kam es zu einem närrischen Geplänkel, dem sich der Ortsvorsteher schließlich geschlagen geben musste. Und wie es bei den närrischen Erstürmungen von Ortsverwaltungen und Rathäuser üblich ist, kam es auch in Laubenheim bei Weck, Worscht un Woi zur fröhlichen Verbrüderung beider Seiten. Schließlich galt es ja auch, die restlichen Tage der heißen Phase der Fastnacht ausgelassen zu feiern.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“