Der „Einsiedler Drewello“ alias Wolfgang Drewello. Foto: Claudia Röhrich

LAUBENHEIM – Im Vorprogramm zur Sitzung „Alt Laubenum“ konnten die jungen Ballettmädchen „SGLchen“ in getupften bunten Röckchen mit heißen Rock`n´ Roll-Rhythmen und akrobatischen Einlagen überzeugen. Da staunten die älteren Besucher, dass sich dieser Tanzstil solange gehalten hat und applaudierten kräftig.
Der Chef vom Protokoll, Peter Häffner, mahnte danach das Dieselfahrverbot und die Elterntaxis an. Vor „Fahrschüler“ Nick Stenner, der dem Publikum bei seinem Solo-Vortrag so manchem Schrecken einjagte, braucht man sich auf den Straßen nicht zu fürchten. Er ist seit drei Wochen stolzer Besitzer von der Lizenz zum Fahren.
Die Damen des Kirchenchors waren als Topmodels mit Keyboarder Tobias Keil unterwegs: vom dicken Winteroutfit bis hin zur Unterhose zeigten sie sich auf der Bühne. „Einsiedler Drewello“ aus dem Gonsenheimer Wald gab in dieser Kampagne bekannt, dass er als der ehemalige evangelische Pfarrer von Laubenheim, nämlich Wolfgang Drewello, nach gut 40 Jahren mit einem tränenden Auge das Büttenreden aufgibt.
Das Männerballett verbarg sich unter schwarzen Kutten, darunter glitzernde ABBA-Kostüme. Helmut Mattes, ein Laubenheimer Urgestein, kam extra als „Weihnachtsbaum“ zum Vortrag aus der Pfalz.

 

Das „Junge Männerballett“ in Aktion. Foto: Claudia Röhrich

Von den Rabensänger gab es reichlich gesungene Zeitkritik. Nach der Pause warf „Rentner Klaus“ (Klaus Schmitt) einen kritischen Blick auf das, was in Laubenheim geschehen war und schlug zudem die erste „Mainzer Liegung“ vor – in Anlehnung an die Stehung.
Moritaten Sänger Horst Schwertel sang zu Laubenheimer Themen, wie den nervigen Schwerlastverkehr. Mit Akkordeonmusik begleitet wurde er von Koni Schäfer. Die originellen Bildtafeln stammten von Georg Heßling.
„Jean von Bodenum“ (Pfarrer Gerold Reinbott) bot lieber Kokolores. Das SGL-Ballett hatte sich mit zauberhaften Kostümen zu Schmetterlingen verwandelt. Tanja Eppelmann war bei ihrem Vortrag die „Allerschönste“, während das „Junge Männerballett“ als Cowboys und Indianer auf die Bühne trat.
Bei der „Prinzessin mit der goldenen Kugel“ (Petra Beringer) stellte sich kein Frosch ein und daher war sie echt frustriert. Zuletzt kam „TRIO“ auf die Bühne: Manuel Christ am Bass, Johannes Christ Gesang und Melodica sowie Tobias Keil am Klavier läutete das Final ein.

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Claudia Röhrich
Seit Februar 2015 bin ich als freie Journalistin bei der Lokalen Zeitung tätig. Zuvor arbeitete ich nach meinem Informatikstudium viele Jahre als IT-Koordinatorin. Seit zwei Jahren bin ich als freie Journalistin im Deutschen Fachjournalistenverband (DFJV) akkreditiert. Die in vielerlei Hinsicht anspruchsvollen oder originellen lokalen Veranstaltungen motivieren mich bei Recherche und Verfassen meiner Artikel.