Jenny Brandl zeigte ihre Pracht als „Sexy Kuh“. Foto: Ralph Keim

GAU-BISCHOFSHEIM – Wenn der Ortsbürgermeister auch in der Fastnacht das Zepter schwingt, kann das nur bedeuten: Die Fidelen Brüder von Gau-Bischofsheim lassen grüßen. Auch in diesem Jahre legte der Verein eine fulminante Sitzung hin – mit Ortsbürgermeister Patric Müller als elequenter Sitzungspräsident.

Zahlreiche Ballett-Gruppen setzten bei den Fidelen Brüdern optische Akzente. Foto: Ralph Keim

Er präsentierte in der Gau-Bischemer Narhalla ein abwechslungsreiches Programm, das viel Lokalkolorit bot, inklusive spöttischer Spitzen gegen die Nachbarkommunen. Nach dem Einzug des Komitees zeigte das Gardeballett schwungvolles Können, bevor Bea Lerch mit ihrem gekonnt dargebotenen Protokoll gleich zu Beginn ein besonderes Highlight bot.
Dem stand Lokalmatador Bernhard Knab als Deutscher Michel in nichts nach. Beide konnten in den vergangenen Monaten thematisch aus dem Vollen schöpfen: US-Präsident Trump, Dieselskandal, die große und die kleine Politik, die großen und kleinen Verfehlungen der Politiker und sonstige Helden – Lerch und Knab legten die Finger in zahlreiche Wunden.

 

Bea Lerch bot mit ihrem Protokoll gleich zu Beginn ein besonderes Highlight. Foto: Ralph Keim

Mainz hat mit Adi Guckelsberger seinen Nachtwächter, Gau-Bischofsheim hat ihn ebenfalls: Hier ist es Stefan Herok, der in die Figur mit mahnenden Worten schlüpft. Auch er verknüpfte gekonnt die große mit der kleinen Politik, richtete seinen Blick beispielsweise ebenfalls auf die gesperrte Ortsdurchfahrt in Harxheim.
Und dann kam Jenny Brandl auf die Bühne, zuerst mit dem Rücken zum Publikum stehend. Dann endlich zeigte sie ihre Pracht als „Sexy Kuh“. Da konnte so mancher sein Auge kaum abwenden von dem, was er da geboten bekam. Einiges geboten bekamen die Augen der Sitzungsbesucher auch bei den Auftritten der Ballettgruppen „Estrella“, „Boom“, dem Damenballett und dem Männerballett. Simone Körner begeisterte als Sängerin, den den Schlusspunkt der ersten Sitzungshälfte setzte.
Zurück zu Patric Müller: Wer sonst als der Ortsbürgermeister kann in der Bütt „Bischemer Geschichte“ erzählen?! Dabei ging Müller auch auf die in diesem Jahr anstehende 1250-Jahr-Feier ein. Thomas Diehl ist als Opa König, Marian Butscher als „Jungreporter“ noch weit davon entfernt. Aber er demonstrierte bei den Fidelen Brüdern, dass sich mit ihm die Fastnacht keine Sorgen um den Nachwuchs machen muss.
Am 23. Februar fähren die Fidele Brüder ihre zweite Sitzung. Beginn ist um 17.33 Uhr.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“