Das alte Roxy-Kino wird im Laufe des Jahres umgebaut. Foto: Oliver Gehrig

BRETZENHEIM– Der größte Schandfleck im Bretzenheimer Ortskern verschwindet im Laufe des Jahres. Nach 30 Jahren Stillstand wird das verfallene ehemalige Roxy- Kino in der Zaybachstraße endlich umgebaut. „Der Eingangsbereich wird abgerissen und neu gestaltet“, sagt Ortsvorsteher in Claudia Siebner (CDU), die im Gespräch mit der Lokalen Zeitung einen Ausblick auf das laufende Jahr in Bretzenheim gab. „Vom alten Roxy-Kino bleibt aber alles erhalten, auch der Torbogen und das benachbarte Fachwerkhaus“, versichert Siebner, die das Thema bei ihrem Amtsantritt ganz oben auf die Agenda gesetzt hatte. „Es war mir ein großes Anliegen, ich habe Brücken gebaut“, betont die Ortsvorsteherin. Nach einem Eigentümerwechsel vor einigen Jahren haben die Stadt und der neue Eigentümer, die sich das Grundstück teilen, sich zusammengerauft und nun einen gemeinsamen Auftrag aufgegeben. Die beiden hässlichen Fenster sind bereits verschwunden.                                                                                                      Eines der wichtigsten Themen des Jahres ist die Zukunft der Bezirkssportanlage, die aufgrund der riesigen Nachfrage der Kinder und Jugendlichen ihre Kapazitäten dringend erweitern muss. Ganz oben auf der Agenda des Ortsbeirates steht der Bau einer Flutlichtanlage für den jetzigen Naturrasenplatz, der nach Möglichkeit in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden soll, wie bereits in mehreren Anträgen gefordert. Siebner widerspricht Bürgermeister Günter Beck (Grüne), der in der Presse behauptet hatte, dass der Bau der Flutlichtanlage längst in trockenen Tüchern sei und einige im Ortsbeirat ihre Hausaufgaben nicht gemacht hätten. Beck hatte auf ein Bundesprojekt verwiesen, das für 2,1 Millionen Euro die Erneuerung der Leichtathletikbahn sowie den Bau der Flutlichtanlage und eines Bewegungsgartens für Senioren beinhaltet. Die Stadt trägt zehn Prozent der Kosten, also rund 211.000 Euro. „Das Projekt muss erst auf Bundesebene genehmigt werden, das wissen wir noch nicht“, betont Siebner. „Sollte das gelingen, wäre das ein Riesengewinn für die Bezirkssportanlage.“

Ortsvorsteherin Claudia Siebner hat ihr Quartier in der provisorischen Ortsverwaltung in derHeinrich-Mumbächer-Schule bezogen. Foto: Oliver Gehrig

 

 Auch in diesem Jahr wird in Bretzenheim der Ehrenamtspreis verliehen. Bewerbungen mit einer kurzen Begründung können bis 31. März in der provisorischen Ortsverwaltung in der Heinrich-Mumbächer-Schule, Essenheimer Straße 40, abgegeben werden. Dort hat auch die Ortsvorsteherin für die kommenden 14 Monate, in denen das marode Rathaus saniert wird, ihr Quartier bezogen. „Die Nachfrage ist groß, die provisorische Ortsverwaltung wird gut angenommen“, versichert Siebner. „Wir sind der Schule dankbar.“                    Weiteres großes Thema ist das Fest „150 Jahre Freiwillige Feuerwehr“, das vom 24. bis 26. Mai in Bretzenheim gefeiert wird. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

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Oliver Gehrig
Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.