Bei der Amazonen-Sitzung gab es viele optische Highlights. Foto: Jennifer Mohr

MAINZ – Die Amazonensitzung der Mombacher Prinzengarde, die das Haus der Jugend zu ihrer Narhalla auserkoren hatte, brachte den vollbesetzten Saal zum Kochen. Ober-Amazone Martina Kirch glänzte gleich zu Anfang mit einem „Gebabbel unter Nachbarinnen“.
„Mathilde Dappisch“ und „Frau Schlappisch“ ließen tiefe Einblicke hinter ihre nicht reinweißen Gardinen. Auch sonst ließ die Sitzungspräsidentin immer wieder schlüpfrige „Gags gen Mannheit“ los, die vom weiblichen Publikum genauso mit losgelösten Lachern quittiert wurden: „Mein Mann und ich wir essen Trennkost. Mein Mann isst im Wohnzimmer und ich in der Küche.”
Jens Baumgärtner empfahl als Apotheker aus der „Rentner Bravo“, der Apotheken-Umschau, Pflegetips für die Frau, im Falle eines unter Männergrippe leidenden Ehemannes: „Sagen Sie ihm drei Mal am Tag, morgens, mittags und abends, wie tapfer er ist. Ohne dabei zu lachen!” Thomas Rau besser bekannt als Olga Orange kam im Stil einer roten „Piemont-Kirsche“ – allerdings mit Stiel noch dran sei.

 

Welche Frau gerät da nicht in Verzückung? Foto: Ralph Keim

Die „Männergrazien” überzeugten mit Tanz und Choreografie unter der Leitung von Ilka Panzer und entführten das ausschließlich weibliche Publikum in den Wilden Westen. Mit seine Vortrag mischte Horst Radelli als Willi Windhund die gut gelaunte Frauenrunde auf. „Pizzabäcker” Ciro Visone sorgte nicht nur für „Amore”: Der „Ochsenschwanz” wurde zum unfreiwilligen running Gag und ließ Ciro selbst wie auch die Damen grölen.
Nach der Ginsheimer Altrheingarde ging es in die Pause. Unter der Leitung von Marco Herold läutete die Mombacher Ranzengarde den zweiten Teil ein. Die „Menshow of TCV” bot mit einem spektakulären Aufmarsch als „Stormtroopers”. Martin Schwalbach plauderte aus dem Nähkästchen eines Gardisten. Er gab zu, „transfinanziell” zu sein. „Ich lebe als Reicher im Körper eines Armen.”
Das Ballett „Expressivo” begeisterte ebenso wie die unnachahmlich Gabi Elsner in ihrer Paraderolle als Apolonia. Die „Klinikathleten” sorgten für ein turnerisches und halsbrecherisches Schauspiel, bevor die Musikgruppe „No Name“ das fulminante Finale einläutete.

Teilen
Vorheriger ArtikelZug der Finther Lebensfreude
Nächster ArtikelTalentierte Studenten nach vorne bringen
Jennifer Mohr
Im Dezember 2017 bin ich mit Mann und Tochter von San Francisco nach MZ-Hechtsheim gezogen. Auf dem Hunsrück bin ich geboren, entscheidende Ereignisse meines Lebens habe ich allerdings in Mainz erlebt. Mein FSJ als Schulhelferin am Schloßgymnasium, meine erste WG in Mombach oder die Ausbildung zur Erzieherin an der Sophie-Scholl-Schule. Seit 2014 schreibe und veröffentliche ich Gedichte und Bücher unter meinem Mädchennamen “Hilgert”, damit er mir nicht abhanden kommt. Zur Lokalen bin ich durch einen glücklichen Zufall gekommen, denn: Poesie ist überall.