Die CDU Hartenberg-Münchfeld machte sich ein Bild vor Ort bei der Schützengesellschaft. Fotos: red

HARTENBERG-MÜNCHFELD – Die Funde von menschlichen Überresten bei den Ausschachtungsarbeiten zur Erstellung eines Schützenhausneubaus haben die geplanten Baumaßnahmen zum Erliegen gebracht und machten umfangreiche Neuplanungen erforderlich.
Vor diesem Hintergrund besuchte die CDU-Ortsbeiratsfraktion Hartenberg-Münchfeld die Schützengesellschaft zu Mainz, um sich vor Ort ein Bild vom aktuellen Sachstand zu machen, darunter Ortsvorsteherin Karin Trautwein, Fraktionssprecher Thomas Grebner sowie rund 40 Bürger, darunter der Vorsitzende der Schützengesellschaft, Gerhard Weitzel.
Die Verhandlungen mit den Fachbehörden und die daraus resultierenden Umplanungen haben den Bau des neuen Schützenhauses erheblich verzögert. Dies sei für den Verein auch deswegen bitter, weil man ursprünglich einen nahtlosen Übergang geplant habe.
„Unsere aktiven Sportschützen sind auf regelmäßige Trainingsmöglichkeiten angewiesen, um für die anstehenden Wettbewerbe vorbereitet zu sein.“ Nun müsse man auf umliegende Anlagen ausweichen, was nicht gerade optimal für die Vereinsarbeit und die Förderung des Vereins-Nachwuchses sei, so der Vorsitzende Weitzel. Darüber hinaus beträfe dies auch die Personenkreise aus Polizei und Justiz, die ihre vorgeschriebenen Schießübungen bislang auf der alten Anlage absolviert hätten. Auch diese müssten nun lange Anfahrtswege in Kauf nehmen.

Im neu überplanten Schützenhaus fallen zudem bestimmte Einnahmequellen aus, da man insbesondere den geplanten modernen 50 Meter Schießstand, der allen geltenden gesetzlichen Anforderungen von Seiten der Berufsgenossenschaften entsprochen habe, auf 25 Meter hätte kürzen müssen. Der Baukörper wäre mitten durch das gefundene Massengrab verlaufen, daher habe man komplett umgeplant.
Ortsvorsteherin Trautwein zeigte sich sehr erfreut, dass die Schützengesellschaft bei ihrem neuen Schützenhaus wieder einen Gesellschafts- und Mehrzweckraum eingeplant habe. „Dies ist eine gute Nachricht für den Stadtteil, da es hier kaum andere Möglichkeiten gibt, einen Raum anzumieten“, so Trautwein.
Auch wenn auf den Verein möglicherweise noch zusätzliche finanzielle Belastungen zukämen, etwa durch die Verlagerung einer Bushaltestelle oder die Kostenbeteiligung der Schützengesellschaft für die denkmalbehördlichen Maßnahmen, zeigte der Vereinsvorsitzende sich optimistisch.

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