Der Ortsbeirat sorgt sich um die Kerb „An der Brausch“. Archivfoto: Oliver Gehrig

HECHTSHEIM – Um die Zukunft des Kerbe-Festplatzes „An der Brausch“ in Verlängerung der Gaulstraße sorgt sich der Ortsbeirat. Denn auf den an den Festplatz angrenzenden Grundstücken sind Umbauten zu Wohn- und Gewerbezwecken vorgesehen. In einem einstimmig verabschiedeten CDU-Antrag bittet das Gremium die Verwaltung, dafür Sorge zu tragen, dass durch die „An der Brausch“ anstehenden Umbauten die Kerb Ende August und Anfang September nicht gefährdet wird. „Wenn dort gebaut wird, müssen Vorkehrungen getroffen werden, damit es nicht die Kerb stört“, sagte CDU-Fraktionssprecher Hans-Peter Bohland. „Wenn dort ein großer Kran hinkommt, ist der Festplatz nicht nutzbar“, bekräftigte Konrad Meier (CDU). Besonders die Einfahrt zum Kerbeplatz müsse freigehalten werden.
Weiteres Thema im Ortsbeirat war die Sicherheit des Schulzentrums. Erneut forderte das Gremium die Verwaltung in einem ebenfalls einstimmig verabschiedeten CDU-Antrag auf, das Tor am hinteren Eingang an der Lion-Feuchtwanger-Straße zwischen A-Bau und Turnhalle zu vergrößern. „Für täglich 700 Schülerinnen und Schüler, die es nutzen, ist es viel zu eng“, erläuterte Angelika Brucherseifer (CDU), die vor den Gefahren einer Massenpanik an dieser Stelle warnte. „Wir werden hingehalten, das kann es nicht sein“, schimpfte Reinhard Schwarz (parteilos).

Ein Antrag der Grünen, die Chancen für einen Fahrradservice im Ort zu wahren, wurde mehrheitlich abgelehnt. „Durch die Ansiedlung eines großen Radhändlers im Gewerbegebiet würde Hechtsheim die Chance, in seinem Ortszentrum ein Fahrradfachgeschäft zu erhalten, mit großer Wahrscheinlichkeit endgültig verlieren“, klagte Dr. Rupert Röder (Grüne). „Wir kriegen keinen Tante-Emma-Fahrradladen in den Ort“, entgegnete Birgit Zehe-Clauß (FDP), die daran erinnerte, dass der letzte Fahrradladen nach nur einem halben Jahr seine Türen wieder geschlossen habe. Wenn das Gremium das Fahrradgeschäft im Gewerbegebiet nicht akzeptiere, dann müssten die Fahrradfreunde eben nach Mombach fahren, bekräftigte Bohland, der ebenfalls keine Chance auf einen kleinen Radladen im Ort sieht.

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Oliver Gehrig
Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.