NIEDER-OLM – Am 26. Mai stehen in Rheinland-Pfalz zeitgleich mit der Europawahl die Kommunalwahlen an. Die Sozialdemokraten (SPD) aus Nieder-Olm schicken Franz Josef Schatz ins Rennen. Wird die SPD ein leichtes Spiel bei der Wahl im Mai haben? Zumal sich die CDU zuletzt dezent uneins präsentiert hat und die FWG mit einem Überraschungskandidaten zur Wahl antritt? „Die SPD Nieder-Olm und ihr Stadtbürgermeister Dieter Kuhl haben in den zehn Jahren eine sehr gute Politik mit wichtigen Entscheidungen auch für die zukünftige Entwicklung Nieder-Olms auf den Weg gebracht und umgesetzt“, sagt Schatz. Der in Wegscheid im Bayrischen Wald geborene Diplom-Handelslehrer ist seit der frühesten Kindheit ein Nieder-Olmer.
„Wir haben gezeigt, dass Investitionen in Millionenhöhe in die Stadtentwicklung als Wohn- und Wirtschaftsstandort, in die Infrastruktur, aber auch zur Unterstützung der Vereinswelt, der Kultur und auch Natur möglich sind, und zwar bei gleichzeitigem Abbau der Schulden“, formuliert Schatz. Den Wählern verspricht er die Fortsetzung der erfolgreichen Politik. Seit 25 Jahren ist Schatz Mitglied des Gemeinde- bzw. Stadtrates der Selztalstadt. Seit 2014 fungiert er als Beigeordneter.
Es stehe für ihn außer Frage, dass bezahlbarer Wohnraum, Verbesserungen im Nahverkehr und Digitalisierung für Nieder-Olm eine prominente Rolle spielen werden. Nieder-Olm sei aufgrund der Stadtbusanbindung neben den ORN- und Bahnverbindungen gut aufgestellt. „Dies gilt es weiterhin auszubauen, insbesondere was die Anbindung des Goldbergs und der Neubaugebiete im Weinberg mit dem Stadtkern betrifft“.
Eine Herausforderung werde dabei sein, die Möglichkeiten zu schaffen, dass in den Abendstunden und nach Mitternacht die Anbindung an die Stadt Mainz verbessert werde. „Dies kann vielleicht mit der Umsetzung von neuen Ideen wie einem Abrufbus bzw. –taxi erfolgen.“ Bei der Digitalisierung geht es der SPD um Verbesserungen im Internetzugang für den privaten und geschäftlichen Nutzer. „Ein weiterer Aspekt ist die Nutzung von W-Lan-Verbindungen in der Stadt. Wir gemeinsam mit der ,erp’ schon einen wichtigen Schritt in den letzten zwei Jahren gemacht. Des Weiteren ist die Nutzung von zusätzlichen digitalen Funktionen im Bereich der allgemeinen und verkehrssteuernden Informationen, durch den Abruf entsprechender Apps, zu prüfen.“

Diese Aufgabe sei nicht zuletzt für die touristische Entfaltung der Stadt von Bedeutung. Nieder-Olm bleibe in Zukunft eine „wachsende Stadt“, findet Schatz, der verheiratet ist und zwei erwachsene Kinder hat. Die Einwohnerentwicklung zeige auf, dass Nieder-Olm für junge Familien als Wohnort Bedeutung erlangt habe. Zielsetzung müsse daher sein, „dass auch einkommensschwächere, junge und alte Mitbürger, die Kinder und ihre Familien einen bezahlbaren Wohnraum finden“. Die Mieten haben sich in Nieder-Olm nach oben entwickelt. Die SPD wolle daran arbeiten, finanziell tragbaren Mietwohnraum zu schaffen, um so die Mietpreisentwicklung positiv zu beeinflussen. „Dabei sehen wir die Notwendigkeit alle Möglichkeiten insbesondere die auf der Landkreisebene diskutierten Ideen auf den Prüfstand zu stellen.“ Den Slogan „Nieder-Olm, lebensfroh im Herzen von Rheinhessen“ begreift er als eine Herausforderung an die Politik und deren Partner. Mit den touristischen Initiativen des Landkreises und der Verbandsgemeinde müsse Nieder-Olm eigene Wege und Schwerpunkte herausstellen und ausbauen. Er nennt die Impulse Nieder-Olmer Winzer, der lokalen Gastronomie und nicht zuletzt der Vereine, außerdem den Wochenmarkt, die Schmiede Wettig, den Wilhelm-Holzamer-Literaturweg. Die Verstärkung der Transparenz von kommunalpolitischen Willensbildungen ist ein weiteres Anliegen des Gewerkschafts- und AWO-Mitglieds. „Ich könnte mir vorstellen, mehrmals im Jahr die Bürger, etwa durch Bürgerfrageforen zu beteiligen und das durchaus auf neuen Wegen über die Nutzung digitaler Medien.“ Die Ideen und Schwerpunkte für die Stadtentwicklung könnten auf dem Weg zu Leitlinien der Kommunalpolitik werden, sagt Schatz.

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