Gonsenheim-DasTaegliche-Jungluth: Die Buslinie 76 fährt seit November durch die Kurt-Schumacher-Straße. Seitdem gibt es bei Gegenverkehr in der engen und zugeparkten Straße immer wieder gefährliche Situationen, beklagenAnwohner. Foto: Silke Jungbluth-Sepp

GONSENHEIM – 52 Linienbusse quälen sich seit Fahrplanwechsel im November täglich durch die Kurt-Schumacher-Straße. Und die Anwohner erleben seither ein unerträgliches Verkehrschaos direkt vor ihrer Haustür, wie sie in der Ortsbeiratssitzung beklagten. Die schmale Straße sei für die Busse zu eng und entgegen kommende Autos und Lieferwagen müssten auf die Gehwege ausweichen, weil es keine Ausweichmöglichkeiten gebe, kritisierte Dieter Winternheimer. „Ich beobachte täglich, wie der Bus auf der Straße steht und keiner kommt mehr vor oder zurück”, schimpfte eine andere Anwohnerin. Ganz schlimm sei es, wenn sich zwei Linienbusse in der engen Straße begegnen. „Das ist einfach unmöglich und kann nicht funktionieren.” Dies sieht auch Ortsvorsteherin Sabine Flegel so: „Zumal dort Gelenkbusse fahren.“

Der Leiter des Straßenverkehrsamtes, Udo Beck, sicherte den Anwohnern zu, sich gemeinsam mit Vertretern der Mainzer Mobilität und Ortsvorsteherin Flegel die Probleme vor Ort anzuschauen. „Es geht nicht, dass über Gehwege gefahren wird, das ist ein Unding”, betonte er. Weil die Häuser direkt an der Straße stehen, sei die Gefahr für die Anwohner besonders groß. Zur Entspannung der Situation sind mehrere Möglichkeiten denkbar: Abpollern der Gehwege, ein Tempolimit oder, als letzte Möglichkeit, die Verkehrsführung der Busse zu überdenken. Stellplätze sollten jedenfalls nicht wegfallen. Lediglich im Einmündungsbereich am Imbiss sei wegen der neuen Linienführung ein Halteverbot eingerichtet worden. Die Anwohner hoffen auf eine Verlagerung der Busroute.

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