Beim MRV gab es jetzt die Spendenübergabe des Erlöses der Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ 2018. Foto: Ralph Keim

MAINZ – Es war wieder ein Großereignis, das im vergangenen Spätsommer zahlreiche Zuschauer ans Rheinufer nahe der Eisenbahnbrücke lockte: Bei der 14. Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ in Mainz kamen am 11. August bei 444 Teilnehmern in 111 Booten Sponsorengelder und Spenden in Höhe von 31000 Euro zusammen, immerhin 6000 Euro mehr als im Vorjahr. Dazu gab es jetzt im Bootshaus des Mainzer Ruder-Vereins (MRV) die offizielle Scheckübergabe.
Die Stiftung Leben mit Krebs unterstützt als Regattaveranstalter mit dieser Summe zwei Mainzer Kliniken und deren Projekte: Zum einen werden damit in den Krebszentren des Katholischen Klinikums Mainz (KKM) unterstützende Therapien wie Sport-, Musik- und Malprogramme ausgebaut. Zum anderen kommt der Erlös des „Meenzer Narren-Cups“, seit einigen Jahren das eigene Rennen von Fastnachtsvereinen, der Stiftung „Kinder. Gesundheit. Mainz“ zugute. Diese will mit den Spendengeldern den Aufbau einer neuen Notfallaufnahmestation, kurz „NOA“, am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz unterstützen.

Klaus Schrott, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Leben mit Krebs, freute sich über das Ergebnis der Regatta: „Die Erfolgsgeschichte der Mainzer Ausgabe von Rudern gegen Krebs, unserer ältesten Regatta, beeindruckt uns jedes Jahr aufs Neue.“
Doch ob es in diesem Jahr wieder eine Benefizregatta geben wird, ist derzeit noch nicht sicher. „Ein Event dieser Größenordnung wäre unmöglich ohne das große Engagement des MRV, der sich seit 14 Jahren als Ausrichter an der Organisation der Regatta beteiligt“, betont Klaus Schrott und bedankt sich dafür beim MRV. „Das bedeutet nicht nur, dass für den Tag der Regatta zahlreiche freiwillige Helfer aktiviert werden müssen, sondern auch, dass die Betreuung und Ausbildung der meist unerfahrenen Teilnehmer-Mannschaften im Vorfeld der Veranstaltung durch etliche erfahrene Ruderer gewährleistet wird“, sagte Martin Steffes-Mies, Präsident des MRV.

„In den 14 Jahren der Zusammenarbeit mit der Stiftung Leben mit Krebs hat es allen Beteiligten vor allen Dingen Spaß gemacht, für Krebspatienten etwas zu tun und die gesunde Verbindung von Krankheit und Sport weiter in die Öffentlichkeit zu tragen“, so Steffes-Mies und Klaus Schrott, die bekräftigten, dass an einer Lösung gearbeitet werde. Lothar Both, Präsident der Ranzengarde, sagte indes zu, dass es den Narren-Cup in diesem Jahr auf alle Fälle geben werde.

In diesem Jahr wird auf dem Rhein jedoch definitiv für den guten Zweck gerudert – und zwar auf dem gesamten Fluss. Der jahrelange Mitarbeiter der Stiftung und Mainzer Regattakoordinator Marco Mattes wagt im Mai und Juni einen Spendenmarathon der besonderen Art und wird den gesamten Rhein im Ruder-Einer für krebserkrankte Kinder befahren. Schon mit einem Euro kann man dabei sein.
Mehr dazu unter www.rheinrudern-gegen-krebs.com.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“