Die Meenzer Mädcher sangen über Weck, Worscht und Woi, Foto: Jennifer Mohr

WEISENAU – Mit der ersten Fremdensitzung des Carneval-Clubs Weisenau im neuen Jahr hießen der CCW und die Burggrafengarde, die in diesem Jahr 65 Jahre alt wird, die Närrinnen und Narren im Kulturheim willkommen. Der Musikzug marschierte unter der Leitung von Peter Müller in den voll besetzten Saal, warf gebundene Tannenzweige mit angesteckten Blumen in die Tischreihen und sorgte so für eine lockere Anfangsstimmung. Wer das Sträußchen fing, musste es gut festhalten und ja nicht weitergeben. Dies soll dem Glauben nach Glück in der Kampagne bringen.
Die Akteure des Eröffnungsspiels zogen den geplanten Umzug der Narrhalla auf die weit abgelegene Laubenheimer Höhe durch den Kakao. Mit einem „Uiuiuiuiuiuiui” wurde die Prognose quittiert, dass der Umbau des Kulturheims sich nach Vorbild des Berliner Flughafens noch bis 2048 ziehen wird. Auch die längst nicht vergessenen DSGVO-Bestimmungen sorgten für Lacher: „Was will ma mache, mer wisse alles über euch – die Daten stehen schließlich uff de Kart!” Sitzungspräsident Steffen Feldmann übergab den verdienten Lohn: Weck, Worscht und Woi.
Diese Zutaten waren auch Erfolgsgarant der „Meenzer Mädcher”, die mit ihrer gesanglichen Liebesbekundung über die drei existenziellen Lebensmittel der Meenzer nicht nur die „kulinarische Stimmung“ im Saal hoch hielten. Die schönsten Liebesgeschichten begäben sich eben doch zur fünften Jahreszeit und hielten sich dann vielleicht auch über die Fassenacht hinaus.

Mit Glanz in den Augen heizten die 27 Burgelfen des CCW-Nachwuchsballetts, verkleidet als fleischgewordene ägyptische Göttinnen, dem Publikum unter den stolzen Blicken des Großen Rates ein und bewiesen, dass sie die Übergänge ihrer Tanzchoreografin und Trainerin Conny Brinkmann perfekt beherrschen. Steffen Feldmann: „sensationell!” Auch für „Die Burgis”, die Kleinsten von 3 bis 6, suche man fleißig nach weiteren Akteuren. Unter Einstimmung „des schönsten Volkslieds von Deutschland” probte Protokollant Markus Mehlinger für den Ernstfall und stimmte „Ein Prosit der Gemütlichkeit” an. Keine Trauerstimmung kam bei den „Vereinswitwen” auf, auch wenn „Zyankali im Wurstsalat” den guten Geschmack des Gerichts schon mal trüben konnte. Die Redner und Rednerinnen Beate Dietz, Rüdiger Schlesinger, Hansi Greb, Anne Sartoris, Katrin Schroth, Marcel Ehrlich und Woody Feldmann trainierten mit ihren Kokoloresbeiträgen kräftig die Lachmuskeln des Publikums.
Das war ein bunter und gelungener Auftakt des CCW, auch mit viel Musik und Gesang. So ließen sich nicht nur „Paco & Paco” und die Mainzer Hofsänger zu einer Zugabe hinreißen, sodass noch ausgelassen bis nach Mitternacht gefeiert wurde.

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