Fotos analoger Fotografie von Studierenden der Kunsthochschule Mainz sind derzeit im MVB-Forum zu sehen. Foto: Ralph Keim

MAINZ – Waren das noch Zeiten: Den Film in die Kamera eingelegt und die Fotos gemacht. Wobei, schließlich hat schon der Film Geld gekostet, man sich vor jedem Auslösen genau Gedanken über das Motiv gemacht hat. Dann den Film zum Fotogeschäft gebracht oder: den Film im eigenen labor selbst entwickelt und Abzüge gemacht. Und: Mit Spannung das Ergebnis abgewartet.
In Zeiten der Digitalkameras, in den das Foto zur Massenware verkommen ist, ist das meiste davon verloren gegangen. Man drückt einfach auf den Auslöser der Kamera. Eines der vielen Fotos wird schon brauchbar sein. Ansonsten regelt das das Bildbearbeitungsprogramm. Und im Prinzip ist es gleichgültig, ob man vom Urlaub 50 oder 500 Fotos mitbringt. Sie kosten im Prinzip ja sowieso keinen Cent, sondern nur Speicherplatz auf dem PC.

Die Ausstellung ist noch bis 1. Februar zu sehen. Foto: Ralph Keim

Umso mehr entdecken Fotografen wieder das Analoge. Und die Studierenden der Kunsthochschule Mainz. Unter dem Titel Entropie zeigen 15 Studenten und Studentinnen im MVB-Forum am Neubrunnenplatz ihre analogen Fotografien. Die sehenswerte Ausstellung ist noch bis 1. Februar zu sehen.
Während der Vernissage bekräftigten Martin Henatsch, Rektor der Kunsthochschule, Carl Gros, Leiter der Analogen Photowerkstatt der Kunsthochschule, und Uwe Abel, Vorsitzender des Vorstandes der Mainzer Volksbank, die Bedeutung der analogen Fotografie in der heutigen, schnelllebigen Zeit. Dass die analoge Fotografie durch die Digitalisierung mehr und mehr ins Abseits gedrängt worden ist, sei bedauerlich. Allerdings sei es nicht zu leugnen, dass die digitale Fotografie nun einmal preiswerter und einfacher sei.

Umso mehr zeigte sich Uwe Abel von den ausgestellten Fotos begeistert. Die Ausstellung zeige, dass Fotografie auch heute mit weit mehr verbunden sei als mit teurer Technik. Analoge Fotografie sei auch spürbares Handwerk.
Die Kunsthochschule Mainz bietet ihren derzeit rund 180 Studierenden in einem übersichtlichen Rahmen breit gefächerte, an aktuellen künstlerischen und gestalterischen Anforderungen orientierte Qualifizierungsmöglichkeiten.
Die Ausstellung ist bis 1. Februar im MVB-Forum montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr zu sehen.

Vorheriger ArtikelUta Schmitt bleibt an der Spitze
Nächster ArtikelEinblicke in die russische Seele
Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“