In der Mombacher Friedenkirche traten die Maxim Kowalew Don Kosaken auf. Foto: Ralph Keim

MOMBACH – Es sind zum Teil schwermütige Lieder, die einen Einblick in die russische Seele geben. Wenn die Don Kosaken auftreten, ist dies aber auch verbunden mit einem tiefen Glauben an Gott.
Und dieser Sakralgesang hat die Maxim Kowalew Don Kosaken berühmt gemacht. Die bekannte Formation trat jetzt in der Mombacher Friedenskirche auf. Zahlreiche Kosaken-Chöre bringen die russische Seele musikalisch seit vielen Jahrzehnten auf die Bühnen der ganzen Welt. Mit dem Mitte der neunziger Jahre gegründeten Chor „Maxim Kowalew Don Kosaken“ gastierte in der Friedenskirche eine der bekanntesten Formationen dieses Genres.

Mit ihrer Interpretation kirchlicher Lieder und russischer Folklore begeisterten die an diesem Abend sechs Sänger ihre Zuhörer. Wie sehr die Kosaken mit dem Glauben verbunden sind, bewiesen die dargebrachten Lieder, darunter das „Ave Maria“, dem die Weise „Heiliger Baikalsee“ folgte. Die Lieder handelten auch von mächtigen Strömen in unermesslichen Weiten, von gesattelten Pferden und der Schwermut bei unerfüllter Liebe.
Die Sänger brillierten mit unglaublichen Bässen und phantastischen Tenorlagen. Dabei stellten die Mitwirkenden auch eindrucksvoll unter Beweis, dass jeder von ihnen auch ein phantastischer Solist ist.

Der Chor wurde von ihrem musikalischen Leiter Maxim Kowalew gegründet, der in den achtziger Jahren im Ural- und Wolga-Kosaken-Chor sang. Sein Vorbild war und ist der 1921 von von Serge Jaroff (1896 bis 1985) gegründete Don Kosaken-Chor. Kowalews Chor sieht sich als musikalisches Erbe dieses Kosaken-Chores mit dem Anspruch, russische Melodien auch höchstem Niveau dazubieten.

Teilen
Vorheriger ArtikelNicht digital, sondern analog
Nächster ArtikelEhrenamtliches Engagement im Fokus
Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“