Finn Weber ist der neue Mainzer Kinderprinz. Foto: Ralph Keim
OB Ebling händigte Finn die Insignien seines Amtes aus. Foto: Ralph Keim

MAINZ – Der Opa ehemaliger „Schockelgaul-General“, die Eltern aktiv bei der Kasteler Jocus-Garde und der Mainzer Klepper-Garde – kein Zweifel: Finn Weber hat fastnachtliche Gene und Konfetti in der Blutbahn. Und jetzt steht der Achtjährige am Anfang einer vielleicht beachtlichen karnevalistischen Karriere in Mainz. Denn als Kinderprinz steht er mitten im närrischen Geschehen.
So war es bereits bei seiner Amtseinführung durch Oberbürgermeister Michael Ebling im Fastnachtszimmer des Mainzer Proviantamtes. Unter den vielen Würdenträgern (nicht weniger waren als Kind selbst einmal der Mainzer Kinderprinz) der großen Fastnachtskorporationen fühlte sich der Steppke sichtlich wohl. Und welcher Achtjährige kann von sich schon behaupten, dass der Oberbürgermeister eine Rede auf ihn hält?! Ebling händigte Finn, der sogar schon Bütten-Erfahrung vorweisen kann, die Insignien des Mainzer Kinderprinzen aus.

Auch der Vorsitzende des Verkehrsvereins, Kurt Merkator, war begeistert. Er hat schon lange den 16. Februar im Blick. An diesem Samstag schlängelt sich durch die Mainzer Innenstadt der vom Verkehrsverein organisierte Jugendmaskenzug. Und der ist für den Mainzer Kinderprinzen der absolute Pflichttermin.
Zurecht stolz auf ihren Finn waren Vater Thorsten Hoppen, Mutter Manuela Weber und Opa Willi Weber. Die Amtseinführung bot auch die Gelegenheit, dem jetzt ehemaligen Kinderprinzen Benjamin I. Dank und Anerkennung auszusprechen. 2015 war Benjamin ins Amt eingeführt worden.

Der frühere Kinderprinz Benjamin. Foto: Ralph Keim

OB Ebling und Merkator bekräftigten bei Finns Amtseinführung noch einmal die Bedeutung des Jugendmaskenzugs. Wegen der neuen Winterferien über die heißen Fastnachtstage war der Umzug, der seit 1957 traditionell an Fastnachtsamstag stattfindet, um zwei Wochen vorgezogen worden. „Dadurch haben sich die Kosten stark erhöht. Aber dank der Sponsoren konnten wir das stemmen“, sagte Merkator. „Denn die Mainzer wollen den Jugendmaskenzug“, ergänzte OB Ebling.

Der Mainzer Jugendmaskenzug gilt als der größte Umzug von Kindern und Jugendlichen in Europa. Mehr als 3000 Teilnehmer aus Kindertagesstätten, Grund- und weiterführenden Schulen sowie weiteren Jugendorganisationen geben auf zweieinhalb Kilometern Zugstrecke jedes Jahr ein eindrucksvolles und fröhliches Bild ab. Hinzu kommen Musikgruppen, Trommler, Kadetten – insgesamt weitere mehr als 600 Personen. Auf der Lok des Kinderprinzen wird in diesem Jahr Finn Weber Platz nehmen und seinen närrischen Untertanen zuwinken.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“