Johannes Klomann. Foto: red

NEUSTADT – Das Jahr 2018 ist vorbei. Alle Blicke richten sich jetzt auf 2019, auch in der Neustadt. Wir sprachen mit Ortsvorsteher Johannes Klomann (SPD) über wichtige Projekte und deren Umsetzung.

Herr Ortsvorsteher, was war 2018 besonders für die Neustadt?
JOHANNES KLOMANN: 2018 wurde der Bismarckplatz umgestaltet und findet seit Ende Juni bei der Bevölkerung großen Anklang. Weiterhin konnte die Mainzer Wohnbau den Kauf der früheren Kommissbrotbäckerei vollziehen: Hier wird eine Mischung aus bezahlbarem Wohnraum und Kultur entstehen. Die Neustadt hat über 28500 Einwohnerinnen und Einwohner und braucht neben dem Neustadtzentrum dringend ein zweites Stadtteilzentrum. Zu guter Letzt haben wir vom Land einen Förderbescheid für die Sanierung des Neustadtzentrums erhalten. Hier werden 4,2 Millionen Euro bereitgestellt. Wir müssen dafür sorgen, dass das Neustadtzentrum auch künftig für die Vereine bezahlbar bleibt, gerade für die Fastnachtsvereine.

Was war das wichtigste Projekt, das realisiert werden konnte?
JOHANNES KLOMANN: Die Mainzer Wohnbau hat mit ihren Bauarbeiten rund um die Gebäude am neuen Quartiersplatz in der nördlichen Neustadt begonnen. Zwischen Wallau- und Sömmerringstraße entstehen über 150 neue, bezahlbare Wohnung, wovon 40 Prozent öffentlich gefördert sein werden. Das bedeutet eine Miete von 6,60 Euro bzw. 7,25 Euro pro Quadratmeter.

Was konnte, entgegen der Erwartung, nicht realisiert werden?
JOHANNES KLOMANN: Aufgrund der Auftragslage in der Bauwirtschaft konnte mit der Neugestaltung und Aufwertung der Boppstraße noch nicht Herbst begonnen werden. Nach der Fastnacht soll es losgehen.

Was wird 2019 definitiv realisiert?
JOHANNES KLOMANN: Die Boppstraße. Dadurch wird die Aufenthaltsqualität in der Straße deutlich gesteigert und der Verkehr wird besser als bisher fließen.

Was sollte Ihrer Meinung nach 2019 unbedingt angegangen werden?
JOHANNES KLOMANN: Wir müssen noch mehr für die Stabilisierung der Mieten in der Neustadt tun. Ich hoffe, dass wir beim Thema Milieuschutzsatzung endlich weiterkommen. Damit wollen wir Luxussanierungen endgültig einen Riegel vorschieben. Außerdem müssen wir die Quote von gefördertem Wohnraum erhöhen: Ich halte 30 bis 40 Prozent für erstrebenswert. Auch müssen wir noch stärker gegen illegalen Müll an unseren Straßen vorgehen. Hier schlage ich vor, dass wir zukünftig die Möglichkeit schaffen, per WhatsApp oder einem anderen Messenger illegalen Müll zu melden.

Was steht 2019 noch an?
JOHANNES KLOMANN: In der Neustadt ist die Nachfrage nach Festen groß. Es ist schade, dass dieses Jahr der Wintermarkt am Frauenlobplatz nicht stattfindet. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Verwaltung mehr Flexibilität an den Tag legt, so wie es in den vergangenen Jahren auch der Fall war. Wir werden daran arbeiten, damit das 2019 wieder klappt.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“