BODENHEIM – Lange vor der Aufführung von „Der Nussknacker“ bei der Weihnachtsfeier des TV Bodenheim 1848 herrschte ein buntes Treiben in der Guckenberghalle. Der Geräuschpegel war riesig. Kinder und Jugendliche der Ballett-, Tanz- Turn- und Rope Skipping-Abteilung übten noch letzte Tanzschritte, probten Flickflack und Handstand, riefen sich gegenseitig quer durch die große Halle etwas zu, während Gäste sich an der üppigen Kuchentheke versorgten und Plätze an den Tischreihen oder auf der Tribüne suchten. Über 100 Teilnehmer im Alter zwischen drei und 21 Jahren hatten wochenlang geprobt.

Dann ging es endlich los. Spitzentanz, Ropeskipping und Bodenturnen – ein Nussknacker mal ganz anders als sonst. Die Geschichte fasste Lara Zeul in knappen Worten zum besseren Verständnis zusammen: Marie, die von ihrem Onkel zu Weihnachten einen Nussknacker bekommt, träumt in der Nacht, dieser Nussknacker möge sich in einen Prinzen verwandeln. Gemeinsam erleben sie viele Abenteuer, am nächsten Tag ist der Nussknacker nur wieder ein Nussknacker, aber dann begegnet Marie einem Jungen, der genau aussieht wie der Prinz aus ihrem Traum.

Ein wunderbares „Märchen“, um es genau zu Weihnachten einem breiteren Publikum zu zeigen. „Abteilungsübergreifend haben die Kinder das Stück einstudiert“, so Stoye. Entzückte Eltern hielten immer wieder ihre Smartphones und Kameras für ein Foto ihrer Kleinen hoch, es gab viel Applaus. Die Mühen haben sich gelohnt. Im Mittelteil der Sporthalle spielt sich das Geschehen ab, ein Traum mit Puppen und Spielzeug wird vor den Augen der Zuschauer lebendig und bunt. Es gibt viel Applaus, die Tanz- und Turneinlagen beeindrucken.

Die Tänzerinnen der fortgeschrittenen Ballettguppen verkörperten die Hauptrollen und stellten die Handlung zum Teil auf Spitze tanzend dar.  Für die modernen Tanzgruppen, Turn- und Rope Skipping-Gruppen sowie für die Drohnenflieger wurden weitere Themen dazu erfunden. Laura Schmidt verkörperte Clara, Tina Stoye den Onkel, Jenny Stoye den Nussknacker und Prinzen.