Schwester Daniela Metz. Foto: Werner Lehr

FINTHEN – Es ist kurz vor Weihnachten, ein grauer Dezembertag. Von dem uralten Kastanienbaum im Park des Klosters fallen die letzten Blätter. Schwester Daniela Metz vom Kloster der Schwestern von der göttlichen Vorsehung ist gerade damit beschäftigt, Kleider Schuhe, Bettwäsche und Hygieneartikel zusammenzupacken, denn gleich soll es losgehen: Die Fahrt zu einer Flüchtlingsunterkunft für minderjährige Jugendliche ohne Begleitpersonen ist angesagt.

Das ist nun schon die 180. Fahrt für die Schwester Daniela verantwortlich zeichnet. Diesmal geht es nach Ingelheim. Um einen Fahrer braucht sie sich nicht zu kümmern, denn die Finther Männer sagen nie Nein, wenn Schwester Daniela sie braucht. Überhaupt lobt Schwester Daniela die Finther Bevölkerung, deren soziales Engagement, ihre Spenden und Hilfsbereitschaft sehr groß ist. So konnte die agile Ordensfrau in der Vergangenheit schon mehrere Fahrten zu Flüchtlingsunterkünften in Budenheim, Zornheim, zur alten Ziegelei und nach Ingelheim durchführen.

In der Adventszeit hat sie sich außerdem noch um das Wohl von Wohnsitzlosen im Thaddäusheim in Mainz-Gonsenheim gekümmert. Auf die Frage „Warum muten Sie sich in ihrem reifen Alter einen solchen Stress zu?“, kommt prompt die Antwort: „Ich wirke im Sinne von Bischof Ketteler, dem Gründer unseres Ordens!“

Sie gönnt sich selbst nichts und ist immer nur um das Wohl von bedürftigen oder in Not geratenen Menschen bemüht.  Sie ist der gute Geist, der hinter Klostermauern wohnt.

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Werner Lehr
Ich bin seit 1992 von Zeit zu Zeit mit dem Verfassen von Berichten und Werbetexten beschäftigt. Nach dem erfolgreichen Abschluss in den Bereichen Rhetorik und moderner Kommunikationstechnik habe ich mich mit der aktuellen Berichterstattung aus den Bereichen Vereine, Wirtschaft, Kultur, Lokalpolitik und dem kirchlichen Bereich beschäftigt. Ab 2018 freue ich mich auf eine neue Herausforderung bei der Lokalen Zeitung in Mainz.