Der Fahrer der Oberbuergermeister, Juergen Heinze (vorne, 2. v. li.), ist in den Ruhestand verabschiedet worden. Foto: Stadt Ingelheim

INGELHEIM – Jürgen Heinze geht nach 26 Jahren und vier Monaten im Dienste der Stadt in den Ruhestand. Heinze hat viel erlebt, denn als Fahrer des Oberbürgermeisters hat er in den vielen Jahren drei Stadtoberhäupter, Bürgermeister und Beigeordnete quer durch Europa, durch das Land und durch die Stadt gefahren.

Zahlreiche Anekdoten könnte er erzählen, aber ein guter Fahrer und enger Vertrauter der Oberbürgermeister schweigt und schmunzelt. Zerrissene Zeitungen auf der Rücksitzbank, vergessene Handys oder Regenschirme sind einige Wortfetzen die er verrät und ist sich sicher, dass jeder Oberbürgermeister sich bei diesen Worten wiederfindet.

Dienstbeginn  war der 1. September 1992. Allerdings war Heinze auch bis vor kurzem ehrenamtlich als Feuerwehrmann tätig. Und am 1. September 1992 wurde er dringend gebraucht, denn da brannte die VOG Ingelheim. Somit konnte er erst einen Tag später anfangen, musste dann aber auch gleich seine erste Fahrt nach Mainz antreten.

Im Laufe der Jahre war Heinze die gute Seele des Hauses. Dienstfahrzeugbestellungen, Büromaterialbestellungen und Postfahrten zählten unter anderem zu seinen Aufgaben. Aber am meisten hat man ihn am Lenkrad des Oberbürgermeisterfahrzeugs gesehen. Zuletzt fuhr er jedoch nur noch auf der Rücksitzbank mit, denn der Nachfolger, Dieter Böhme, musste eingearbeitet werden. Ganz unbekannt ist dieser allerdings nicht, fuhr er doch schon in Vertretung für Heinze. Allerdings schulte er ihn, wo Obacht geboten ist und brachte ihm verschiedene Verhaltensregeln bei.

Um ihm einen letzten Dank auszusprechen nutzten Oberbürgermeister Ralf Claus, Bürgermeisterin Eveline Breyer und die Beigeordneten Irene Hilgert und Wolfgang Bärnwick die Möglichkeit bei einem gemeinsamen Treffen. Sie dankten ihm für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und seine stets unfallfreien Fahrten. Lediglich zwei Blitzerfotos hat Heinze in seiner Fahrerlaufbahn erhalten, welche aber von den jeweiligen Oberbürgermeistern anstandslos bezahlt wurden.

Einen guten „Unruhestand“ wünschte ihm die Stadtspitze und verabschiedeten ihn in seine neue Aufgabe als Hausmann, denn seine Frau, die er im Laufe seiner Arbeitsjahre kennenlernte, muss noch ein paar Arbeitsjahre im Dienste der Stadt leisten.

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