OB Michael Ebling praegte sich gerne eine Muenze. Foto: Jennifer Mohr

MAINZ – Bereits vor der offiziellen Eröffnung und Instandnahme der neuen Münzprägemaschine für das Römische Theater durch Oberbürgermeister Michael Ebling wird fröhlich gestanzt. „Ich gehöre der Generation bargeldlos an”, scherzt der OB und pumpt sich dann doch 1 Euro, um es selbst einmal auszuprobieren.

Präsent steht der Prägeautomat, der 5 Cent Münzen bei einem Euro Spende zu schönen Mitbrinseln verwandelt, im Eingang von „Isis Heiligtum” in der Römerpassage. Noch. Der Herzchirurg Christian-Friedrich Vahl, Präsident des Rotary-Club, wünscht sich für die Zukunft der Münzprägemachine, wie man sie auch aus Freizeitparks oder vor bedeutenden touristischen Sehenswürdigkeiten kennt, einen festen Platz in der Nähe des Römischen Theaters.

Wie passend, gibt das mechanische Schmuckstück doch bebilderte 5-Cents aus, die in drei verschiedenen Motiven geprägt werden können. Münzprägefreudigen stehen die Motive: Mainzer Dom, Römisches Theater und natürlich die Mainzelmännchen zur Auswahl.

Sobald das Römische Theater dann „endlich wiederbelebt” werde, sei die passende Münze mit Wunschprägung ein „ideales Andenken an das römisch geprägte Mainz”, so Michael Ebling. Außerdem sei es eine „witzige Idee”, für dessen Schenkung sich der Oberbürgermeister herzlich beim Rotary-Club und seinen Mitgliedern bedankt.

Es funktioniert ganz leicht: Aus den drei Motiven auswählen, 1-Euro und 5-Cent-Münze in die Münzschlitze einlegen, Regler schieben und beherzt kurbeln. Mit etwas Muskelkraft fällt beispielsweise der Mainzer Dom als plattgewalze 5-Cent-Motivmünze in den Schacht. Zum mit nach Hause nehmen.

Hauptsponsor der Prägemaschine ist Hartmut Jäger, Mitglied des Rotary-Clubs Mainz. Von seiner Schenkung an die Stadt erhoffe sich der Club, dass Beleuchtung und Bespielbarkeit des Römischen Theaters für alle kommenden Veranstaltungen gewährleistet werden könne. Man stelle sich LED-Ketten vor, die das instandgesetzte Theater mit aller Kraft beleuchteten. Dann heißt es also in Zukunft: „Drehen Sie die Kurbel” – für einen guten Zweck.

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Jennifer Mohr
Im Dezember 2017 bin ich mit Mann und Tochter von San Francisco nach MZ-Hechtsheim gezogen. Auf dem Hunsrück bin ich geboren, entscheidende Ereignisse meines Lebens habe ich allerdings in Mainz erlebt. Mein FSJ als Schulhelferin am Schloßgymnasium, meine erste WG in Mombach oder die Ausbildung zur Erzieherin an der Sophie-Scholl-Schule. Seit 2014 schreibe und veröffentliche ich Gedichte und Bücher unter meinem Mädchennamen “Hilgert”, damit er mir nicht abhanden kommt. Zur Lokalen bin ich durch einen glücklichen Zufall gekommen, denn: Poesie ist überall.