Die ÖPNV-Anbindung des neuen Ärztehauses sorgt für Diskussionen. In der letzten Ausgabe hatten wir das falsche Gebäude abgebildet. Wir bitten den Irrtum zu entschuldigen. Foto: Oliver Gehrig

LAUBENHEIM – Die Fortschreibung des Nahverkehrsplans und die damit verbundene ÖPNV-Anbindung sorgen weiter für kontroverse Diskussionen in Laubenheim. Vor allem die unbefriedigende Anbindung des neuen Ärztehauses in der Oppenheimer Straße 100 in Nähe der Weisenauer Brücke erhitzt die Gemüter. Denn während das alte Ärztehaus in der Oppenheimer Straße 65A über die Linie 63 bis Haltestelle „Oppenheimer Straße“ oder die Linie 64 bis Bahnhof mit einem kurzen Fußmarsch verhältnismäßig gut erreichbar ist, liegt das neue Ärztehaus, das mit seiner Barrierefreiheit und guten Parkmöglichkeiten in einer Tiefgarage punktet, für die Bewohner der Laubenheimer Riedseite recht abseits. Drei Allgemeinmediziner haben hier ihre Gemeinschaftspraxis, darüber hinaus gibt es einen HNO-Arzt und eine Apotheke.

Seit einem Jahr warten die Bewohner des Rieds nun bereits auf eine direkte Anbindung. Die kommt mit dem neuen Nahverkehrsplan, den der Stadtrat im Februar beschließen will: Ab November 2019 soll dann nämlich die Linie 61 die Riedseite über die Oppenheimer Straße und den Bahnhof anfahren. Allerdings soll die Linie 61 die Haltestellen Am Leitgraben, Riedweg und Schubertstraße nicht mehr bedienen. „Für die Bewohner dieses Gebietes besteht künftig keine Möglichkeit mehr, auf direktem Weg zur Innenstadt und zum Ärztehaus zu kommen“, kritisierte Helga Kasten (SPD) in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates. Stattdessen sollte die Linie 61 einen Schwenk über Leitgraben, Riedweg und Schubertstraße machen. Christdemokrat Maurice Quirin sprach von einem „falschen Signal“, im Ried noch Haltestellen einzusparen, da der Osten von Laubenheim eh schon unterversorgt in punkto Geschäften und Arztpraxen sei. Die Bewohner kämen sich jetzt schon „abgehängt“ vor.

Auch die neue Streckenführung der Linie 63 sorgt für Diskussionen. Diese fährt in Richtung Oberstadt dann nicht mehr über den Westen Laubenheims. „Das ist für Anwohner, die in die Kliniken müssen, unzumutbar“, kritisiert Anwohnerin Bärbel Geißner. Die Linie 63 sollte einen zusätzlichen Schwenk über die Hans-Zöller-Straße machen. Die Laubenheimer hoffen, dass ihre Anregungen noch in den Entwurf des Nahverkehrsplans aufgenommen werden.

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Oliver Gehrig
Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.