Das neue UmweltBildungsZentrum in Weisenau ist eroeffnet. Foto: red

WEISENAU – Die Ministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten, Ulrike Höfken, eröffnete das UmweltBildungsZentrum in der Wormser Straße 185 als außerschulischen Lernort mit dem Schwerpunkt „Kreislaufwirtschaft“.

Die Exkursionen richten sich vorwiegend an 3. bis 7. Klassen, können nach Bedarf auch anderen Altersstufen angepasst werden. Der Recyclingbeton, aus dem der erste öffentliche Neubau dieser Art in Rheinland-Pfalz gebaut wurde, und der durch seine energieeffiziente Bauweise als vorbildlich im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit brilliert, zog schon Interessierte aus der Architektenkammer an.

Die Verknüpfung spannender Lernerfahrungen und das Sachwissen, das vor Ort vermittelt wird, bestätigte Hermann Winkel, Erster Werksleiter der Entsorgungsbetriebe der Stadt Mainz (EGM): „Es war ein herausforderndes Projekt, dessen Konzept letztendlich überzeugte.“ Tatsächlich ist das „Leuchtturmprojekt“ nicht nur ein vorbildlicher Wegweiser für heranwachsende Generationen, sondern zeichnet sich auch durch seine Kostendisziplin aus. In dem Gebäude, in dem künftig Kenntnisse zu den Themen Abfalltrennung und – vermeidung, Vergärung, Kompostierung, Mikroorganismen, erneuerbare Energien und energetische Verwertung erlebnispädagogisch erfahrbar gemacht werden können, stecken 2,2 Millionen Euro.

„Die Kinder und Jugendlichen einer Klasse begeben sich auf eine Tour durch unser Abfallsystem“, sagte Thomas Strack, Abteilungsleiter Abfallberatung und Öffentlichkeitsarbeit. Im übertragenden Sinne “geschrumpft“ auf die Größe von Mikroorganismen und Molekülen treffen die Entdecker beispielsweise ihren Apfelrest vom Frühstück wieder. Ganzheitlich kann nun der Weg des Obstes nachvollziehbar bis zu seiner Verwertung gemacht werden. Detailverliebt wurden die vielseitigen Requisiten und die Gestaltung der Innenräume in Zusammenarbeit mit der Firma Expofaktum verwirklicht. Das pädagogische Ziel sei es, die Kinder eine intrinsische Motivation im Bezug auf den Umgang mit Abfall entwickeln zu lassen.

Teilen
Vorheriger ArtikelSteuergelder in sicherer Hand
Nächster ArtikelEin intensives Jahr geht zu Ende
Jennifer Mohr
Im Dezember 2017 bin ich mit Mann und Tochter von San Francisco nach MZ-Hechtsheim gezogen. Auf dem Hunsrück bin ich geboren, entscheidende Ereignisse meines Lebens habe ich allerdings in Mainz erlebt. Mein FSJ als Schulhelferin am Schloßgymnasium, meine erste WG in Mombach oder die Ausbildung zur Erzieherin an der Sophie-Scholl-Schule. Seit 2014 schreibe und veröffentliche ich Gedichte und Bücher unter meinem Mädchennamen “Hilgert”, damit er mir nicht abhanden kommt. Zur Lokalen bin ich durch einen glücklichen Zufall gekommen, denn: Poesie ist überall.