Die ersten der 23 neuen Euro-6-Busse sind offiziell vorgestellt worden. Foto: Jennifer Mohr

MAINZ – Die ersten Euro-6-Busse sind da. Bei der MVG nahmen Oberbürgermeister Michael Ebling, MVG-Geschaftsführer Jochen Erlhof, Vorstandsvorsitzender der Mainzer Stadtwerke AG, Daniel Gahr, und Umweltdezernentin Katrin Eder einen der umweltfreundlicheren Busse genauer unter die Lupe.
Die ersten zwei der insgesamt 23 neuen Fahrzeuge, die einer verschärften Form der Euro-Abgasnorm entsprechen, waren an diesem Morgen bereits im Mainzer Stadtverkehr unterwegs. „Bis Weihnachten sind alle Fahrzeuge da“, so Erlhof, der erklärte, dass die neuen Busse einen um 90 Prozent geringeren Schadstoffausstoß als die bisherigen Euro-3-Busse hätten. Die Busse, die noch als Euro-3-Busse im Einsatz sind, werden nachgerüstet.

Die umweltbewussteren Euro-6-Busse ersetzen die alten Busse, um ein Dieselfahrverbot in der rheinland-pfälzischen Hauptstadt zu verhindern. „Umweltpolitisch haben wir unser Ziel erreicht“, so Katrin Eder. Das Auffällige in den modernisierten Transportmitteln sind wohl die „technischen Gimmicks“, die besonders für die Fahrgäste interessant werden können. Ab sofort wird es möglich werden, die eigenen elektronischen Geräte über die, im Fahrgastbereichen angebrachten, USB-Anschlüsse zu laden. Außerdem findet sich eine Klimaanlage an Bord.

Ein niedrigerer Spritverbrauch wird ebenso erwartet, denn gerade beim Bremsen erzeugen die neuen Busse Energie, die sie in die Batterie zurückspielen, die beispielsweise wiederum für die LED-Beleuchtung genutzt wird. „Rekuperation“ nennt sich das Ganze dann, ein technisches Verfahren zur Energierückgewinnung.
Oberbürgermeister Ebling zog eine erste Bilanz: „Der Mobilitätswille für Mainz ist vorhanden. Wir wollen technologieoffen bleiben.“ Wasserstoffbetriebene Busse stehen auch schon in der Warteschleife.

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Jennifer Mohr
Im Dezember 2017 bin ich mit Mann und Tochter von San Francisco nach MZ-Hechtsheim gezogen. Auf dem Hunsrück bin ich geboren, entscheidende Ereignisse meines Lebens habe ich allerdings in Mainz erlebt. Mein FSJ als Schulhelferin am Schloßgymnasium, meine erste WG in Mombach oder die Ausbildung zur Erzieherin an der Sophie-Scholl-Schule. Seit 2014 schreibe und veröffentliche ich Gedichte und Bücher unter meinem Mädchennamen “Hilgert”, damit er mir nicht abhanden kommt. Zur Lokalen bin ich durch einen glücklichen Zufall gekommen, denn: Poesie ist überall.