Gonsenheims Ortsvorsteherin Sabine Flegel. Fotos: red

GONSENHEIM – Einige wichtige Angelegenheiten konnten 2018 in Gonsenheim umgesetzt werden. Einige verharren noch immer in der Warteschleife. Darüber sprachen wir mit Gonsenheims Ortsvorsteherin Sabine Flegel (CDU).

Frau Ortsvorsteherin, was war 2018 besonders für Gonsenheim?

SABINE FLEGEL: Schön fand ich die landesweite Beachtung, die die Ehrung des Stadtteiltreffs für das ehrenamtliche Engagement fand. Dies zeigt, dass das Ehrenamt sich auszahlt. Nicht zu vergessen: Die Breite Straße hat jetzt eine weitere Skulptur. Vor der VR-Bank steht ein kleiner Eisbär, der die Passaten charmant anlächelt. Was auch für Gonsenheim von Bedeutung ist: Nach 15 langen Jahren des Zögerns durch die Landesregierung wurde endlich das Planfeststellungsverfahren für die Schiersteiner Brücke eingeleitet.

Was waren die wichtigsten Projekte, die realisiert werden konnten?

SABINE FLEGEL: Mit großer Sorge um die Schulkinder haben die Mitglieder des Ortsbeirats und ich auf die Sicherheit der Schulwege geschaut. Endlich konnten wir den ersten Teil zum Abschluss bringen. Jetzt geht es darum, sehr zeitnah alle weiteren neuralgische Punkte baulich zu optimieren. Außerdem freue ich mich, dass auf meinen Vorschlag hin der Bereich an der Zu- und Abfahrt der A643 umgestaltet wurde. Auch die in diesem Jahr eingerichtete Rechtsabbiegespur zur Erzbergerstraße hat für den Verkehr während der Rushhour eine spürbare Entlastung erfahren.

Und weitere Vorhaben?

SABINE FLEGEL: Eine lange Planung für eine gute Sache hat sich ausbezahlt: Mit vielen Akteuren konnten in Gonsenheim endlich Stolpersteine zum Gedenken an unsere jüdische Nachbarn verlegt werden. Ein langer Wunsch ging im Herbst in Erfüllung: Wir haben nun eine eigene Gonsenheim-App. Alles Wissenswertes in und um Gonsenheim ist dort zu finden. Man kann Interessantes zu erfahren und sogar Mängel ganz unbürokratisch melden.

Und was konnte, entgegen der Erwartung, nicht realisiert werden?

SABINE FLEGEL: Leider wird das Verkehrchaos um die Schiersteiner Brücke uns noch einige Jahre begleiten, obwohl bei den Pendlern und Unternehmen schon jetzt die Nerven wegen der ständigen Staus, die Nerven blank liegen. Leider konnte der Abschluss des zweiten Teils des Schulwege-Sichherheitsprojekt an der Kreuzung Karlsbergerstraße/Am Bruchweg noch nicht realisiert werden. Nicht zu vergessen: Seit zwei Jahren wird von der Verwaltung versprochen, die Kirchstraße im Bereich des Wildparks in eine Spielstraße umzubauen. Immer wieder kommt es leider dort zu brenzligen Situationen. Es wird Zeit, dass das wichtige Projekt endlich umgesetzt wird.

Was wird 2019 definitiv realisiert?

SABINE FLEGEL: Wie schon beschrieben werden wir 2019 mit dem Abschluss des zweiten Teils Schulwegeprojekt im Bereich der Kreuzung Karlsbergerstraße/Bruchweg rechnen können. Durch das großzügige finanzielle Engagement einer Privatperson kann der Brunnen an der Koblenzer Straße wieder ertüchtigt werden. Gleichzeitig wird eine Pflege im Grünbereich vorgenommen.

Was sollte Ihrer Meinung nach 2019 unbedingt angegangen werden?

SABINE FLEGEL: Ich würde mich freuen, wenn wir endlich alle an einem Strang ziehen und für die Housing Area einen Ensembleschutz des Areals, bei gleichzeitiger Zukunftsplanung für einen notwendigen Generationenpark auf den Weg bringen könnten. Durch den Wohnraummangel wird derzeit massiv baulich nachverdichtet. Gonsenheim benötigt ein dazu ein Regelwerk. Eine Herzensangelegenheit ist mir, dass der Josef-Ludwig-Platz neugestaltet und damit attraktiver wird.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“