Tochter Anna Eichhorn und Tatjana Eichhorn. Foto: kga

BRETZENHEIM – Jutta Hager vom Zentrum Zusammenarbeit mit Osteuropa (ZMO) freute sich, mit der russischen Lyrikerin Tatjana Eichhorn einen ganz besonderen Gast in der Reihe „Kulturzeit im ZMO“ begrüßen zu können. Seit mehr als zwei Jahrzehnten sei ihr die promovierte Architektin, die 1992 mit ihrer Familie aus Moskau nach Wiesbaden übersiedelte, aus ihrer Arbeit bekannt. „Aber dass sie auch Gedichte schreibt, das weiß ich erst seit wenigen Jahren“, so Hager Eichhorn vor kleinem Kreis.
Gemeinsam mit ihrer Tochter Anna las die Lyrikerin im Wechsel in deutscher und russischer Sprache aus ihrem neuen Lyrik-Band „Für mich“. Begleitet und zu einem harmonischen Ganzen perfekt abgerundet wurde der Abend am Klavier von Elena Heinrich. Tatjana Eichhorn wirkt nicht so, als stünde sie unbedingt gerne im Mittelpunkt.
Und doch ist ihr die stille Freude darüber anzumerken, die sie darüber empfindet, ihre innersten, ganz persönlichen Gedanken, die sie in Lyrik verpackt aufgeschrieben hat, auch anderen mitteilen zu können. Sie erinnert sich an den Namen ihrer Grundschullehrerin: „Puschkina, das mag ein Zeichen gewesen sein“, spekuliert sie. Immerhin gilt Puschkin als einer der Großen in der russischen Literatur.

So macht sie es schon seit 2010 auf der auf Russisch erscheinenden Internetseite für Lyrik und Prosa. Immerhin 17.000 Leser hat sie dort bereits. Jetzt also tritt Eichhorn auch vor die Öffentlichkeit. Doch anders als im anonymen Internet Dank der Übersetzung durch Tochter Anne liegen die Gedichte Eichhorns nun auch auf Deutsch vor.
„Deutsch ist eine sehr klare, stringente, exakte Sprache“, erklärte Eichhorn. Im Russischen gebe es für ein Wort viele Möglichkeiten, es auszudrücken. Die Russische Sprache vergleicht sie mit Musik. Mal laut, mal leise, mal getragen, mal schnell.

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