Katharina Mack (Mitte) war mit fünf Treffern zweitbeste SG-Torschützin. Foto: Oliver Gehrig

BRETZENHEIM – Leider hat es am Ende nicht ganz gereicht: Nach einer engagierten Leistung in der ersten Hälfte und einem recht fahrigen Auftritt im zweiten Durchgang haben die Bretzenheimer Ischn das Spitzenspiel in der 3. Handball-Liga der Frauen gegen den ungeschlagenen Tabellenführer HC Leipzig vor 333 Zuschauern in der IGS-Halle mit 20:25 (14:14) verloren. Damit ist der Titelfavorit aus Sachsen der angestrebten Meisterschaft ein gehöriges Stück nähergekommen, während die SG nun vier Punkte Rückstand auf den HCL hat. „In der ersten Hälfte war es ein tolles Spiel von beiden Seiten“, resümierte der leicht enttäuschte SG-Coach Christian Grzelachowski. „Dann haben wir vorne zu viele technische Fehler gehabt mit Stürmerfouls und verworfenen Bällen“, so der Trainer weiter, der fehlende Ideen im Angriff in der Schlussphase beklagte. Nach der 46. Minute warf die SG dann gar kein Tor mehr. Grzelachowski: „Die Mädels wollten zu viel und haben sich unbewusst wohl zu sehr unter Druck gesetzt.“

In der ersten Hälfte sahen die Zuschauer eine ausgeglichene und durchaus hochklassige Spitzenpartie. Die Ischn hielten gut mit und waren nach einem Konter von Lena Kahnert zum 9:8 und einem Trickwurf von Katharina Mack zum 10:9 sogar zweimal kurzzeitig in Führung. Aber leider versagten einigen SG-Spielerinnen Anfang des zweiten Durchgangs ein paar Mal die Nerven, sodass sich die Gäste nach leichten Fehlern der SG auf drei Tore absetzen konnten. Außerdem fand die linke Angriffseite mit Lena Kahnert, Linda Bach und Anika Schmitt, die insgesamt nur drei Treffer erzielten, gar nicht ins Spiel. Hinzu kamen einige fragwürdige Entscheidungen des überfordert wirkenden Schiedsrichterinnen-Duos, das etwa gegen Hanna Dankwardt eine unberechtigte Zweiminutenstrafe pfiff. Die SG verlor nun völlig den Faden und zeigte am Ende Auflösungserscheinungen. „Niemand hat mehr das Heft in die Hand genommen“, klagte der Coach, der am Ende am liebsten selbst mitgespielt hätte. Aber sein junges Team müsse nun eben aus solchen Niederlagen lernen. Das Ziel sei nun, in den nächsten Spielen mit Siegen den guten Tabellenplatz zu festigen.
SG Bretzenheim: Wenselowski, Schlesinger; Schmitt (1), Quetsch, Weber, Bach (1), Bonk (6), Mack (5), Römer, Dold, Dankwardt, von Moltke (1/1), Chwalek (4), Dingeldein (1), Kahnert (1), Kleinjung.

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Oliver Gehrig
Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.