Bernd Schneider mit seinen auf Treppen projizierten Visionen. Foto: Elke Fauck

GONSENHEIM –„Wir haben in diesem Jahr bereits die achte Ausstellung im Stadtteiltreff“, freute sich Stephan Hesping, Leiter der Institution, anlässlich der Vernissage zu Bernd Schneiders Installationen.

Der Künstler, der Visuelle Kommunikation und Graphik Design studiert hat, zeigt Zeichnungen mit entsprechenden Texten versehen, die aus seiner letztjährigen Kunstaktion „Sisyphos Aufstieg“ in Einbeck resultieren.

Schneiders Erklimmen unzähliger Treppenstufen ist rein visueller Art. „Die meisten Stufen gehen aufwärts, führen aber anders herum leider auch nach unten…“. Diese Treppe ist wohl vielen  bekannt. „Die Treppe rauf?… oder die?“ deutet auf die Unschlüssigkeit im Menschen hin. Nach all den Überlegungen fühlt man sich wohl so „als wenn man über Stufen schweben würde“.

Beim Anschauen der Zeichnungen und den damit verbundenen Texten wird dem Betrachter bewusst, dass die Illustrationen mit dem Männchen auf der Treppe eine fast vollständige Lebensgeschichte mit philosophischem Hintergrund erzählen können.

Im Stadtteiltreff werden die Werke auf Kleiderbügeln mit Wäscheklammern, zum Teil in Form einer Treppe, präsentiert. Auch diese Gestaltungsform ist Ausdruck des 66-jährigen. Wahrscheinlich will Schneider auf diese Art und Weise „Mit viel Schwung hinauf, auf der Suche nach der nächsten Stufe“.

Die Werke mit Diskussionspotential sind noch bis zum 20. Dezember von Montag bis Donnerstag von 14-17 Uhr in den Räumen des Stadtteiltreffs zu bewundern.

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Elke Fauck
Seit November 2013 arbeite ich als freie Mitarbeiterin für die Lokale Zeitung. Hauptsächlich schreibe ich für Gonsenheim, Mombach und Finthen – aber auch gelegentlich andere Vororte oder die Innenstadt. Ich favorisiere kulturelle Veranstaltungen wie Vernissagen, Konzerte etc., auch während der Fastnachtszeit bin ich sehr gerne für die Lokale unterwegs. Doch die Mischung macht’s – deshalb berichte ich über alle Themen.