Verbandsbürgermeister Robert Georg Scheurer und Ortsbürgermeister Thomas Becker-Theilig (Mitte) schnitten symbolisch das Band durch und gaben den Kuemmerling-Kreisel frei. Foto: Ralph Keim

BODENHEIM – Es hat viel an Nerven und Zeit gekostet. Neun Wochen lang dauerte es, bis der Kuemmerling-Kreisel im Bodenheimer Gewerbegebiet fertiggestellt war. Neun Wochen, in denen der Bereich Am Kuemmerling/Lange Ruthe voll gesperrt war, in denen sich Anlieferer verfahren und in enen Kunden und Mitarbeiter der umliegenden Unternehmen und Geschäfte viel an Nerven und Zeit verloren haben.
Doch das gehört jetzt der Vergangenheit an. Denn am Freitagmittag schnitten Verbandsbürgermeister Robert Georg Scheurer und Ortsbürgermeister Thomas Becker-Theilig das obligatorische Band durch und gaben damit den 400 000 Euro teuren Kreisel für den Autoverkehr frei. Zahlreiche Bürger waren gekommen, um die für das Gewerbegebiet so wichtige Maßnahme zu feiern. Vom DRK gab es zu diesem Anlass gratis ein Erbsensüppchen.

Die beiden Bürgermeister bedankten sich bei dieser Gelegenheit noch einmal für die Geduld bei allen, die von der neunwöchigen Vollsperrung betroffen waren. „Jetzt kann man sich wieder auf sein Navi verlassen“, unterstrich Verbandsbürgermeister Scheurer, der nicht verschwieg, dass es seitens der Bürgerschaft auch zahlreiche verärgerte Reaktionen gegeben hatte.

Bürgermeister Becker-Theilig bedankte sich beim Land, das das Vorhaben mit 161 000 Euro gefördert hat. Froh zeigte sich der Rathauschef, dass die Bauarbeiten ohne Zwischenfälle verliefen. Er verwies auf die im Untergrund verlaufenden Kabel, die unter anderem die Internetversorgung der Region sicherstellen. Es wäre nicht abzusehen gewesen, wenn diese Kabel beschädigt worden wären.

Zur Freigabe des Kreisels kamen zahlreiche Bürger. Foto: Ralph Keim

Mit der Freigabe endet auch eine mehrjährige Planungsphase. Bereits im Sommer 2016 stand fest, dass die mit täglich bis zu 14000 Kraftfahrzeugen hochbelastete Kreuzung Am Kuemmerling/Lange Ruthe in einen Kreisel umgewandelt werden soll. Die teils katastrophalen Zustände waren nicht mehr länger tragbar gewesen. Mit der nicht unumstrittenen Entscheidung der Vollsperrung konnte zumindest gewährleistet werden, dass die Baumaßnahme höchstens                                                                    zehn Wochen dauern würde.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“