Nik (14) zeigt Ministerin Doris Ahnen sein Talent: Zaubertricks mit Spielkarten. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

Lerchenberg – Die didaktischen Stärken von Realschulen plus bekannter zu machen, das ist die Absicht, die hinter der mittlerweile dritten Runde der „Wochen der Realschule plus“ steht. Aus dem Anlass schaute die Finanzministerin von Rheinland-Pfalz, Doris Ahnen (SPD), in der Integrativen Realschule plus im Carl-Zuckmayer-Schulzentrum auf dem Lerchenberg vorbei. „Die Eltern sollen wissen, was die Schulart bietet“, sagte die Ministerin bei ihrem Besuch wobei sie den unzureichenden Bekanntheitsgrad der erst im Schuljahr 2009/10 eingeführten Schulform feststellte.
In ihrer Begrüßung sprach die Schulleiterin, Katrin Herter, vom Ansatz „Fordern und Fördern“, von der integrativen Dimension des „voneinander Lernens“ und von den Talenten der Schüler, die die Schulart den Jugendlichen bei sich zu entdecken hilft.
Bei der Führung durchs Haus demonstrierten die Schüler eine Auswahl der Angebote speziell aus dem Bereich der Berufsorientierung, die die Schule unter dem Motto: „Talente entdecken – Interessen wecken – Wege gestalten“ anbietet.
Unter anderem das Projekt „startup@food“ der Klasse 10: eine aktive Auseinandersetzung mit den Themen der Wirtschaft. Im vergangenen Jahr stellten sich zwei Schülergruppen einem in Wettbewerb. Während ein Team auf den Verkauf solider, preiswerter Pausenbrote setzte, probierten es die Konkurrenten mit gesundheitsbewussten, allerdings teureren Varianten von Brotbelag.

Vorgestellt hatte sich auch die 2006 gegründete Schülerfirma „Snackbar“, die in den Pausen leckere Zwischenmahlzeiten anbietet und die die Geschäftstüchtigkeit der Firma eigenständig verantwortet. Inklusive regelmäßiger Dienstbesprechungen, sowie nötiger Abrechnungen und Vorbereitung der Leckereien und der Reinigung des Verkaufsstandes.
Den Dreh- und Angelpunkt der Berufsorientierung bildet in der Schule ein speziell eingerichteter Fachraum. In der sogenannten „Talent Company“ haben neben dem Fachunterricht auch die Vor- und Nachbereitung der Praxiseinsätze, die Kompetenzanalyse sowie Berufsberatung ihren Platz.

Einen Einblick in ihre Erfahrungen aus den Pflegeeinrichtungen gewährten dergleichen die Schüler mit den Wahlpflichtfächern Gesundheit und Pflege. Ahnen konnte selbst dank besonderer Handschuhe erleben, wie es sich anfühlt, an der Erkrankung Parkinson zu leiden. „Könnte sich jemand von Ihnen nach den Einsätzen vorstellen, in der Pflege zu arbeiten?“, fragte sie. Einige Schüler antworteten leise mit „Ja“.
Um sich nun auch der Öffentlichkeit zu präsentieren, lädt die Schule für 17. November zum Tag der offenen Türen ein.

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Gregor Starosczyk-Gerlach
Ich schreibe und fotografiere seit 2013 für die Lokale Zeitung. Die Begeisterung für die Lokalmedien entdeckte ich während des Studiums der katholischen Theologie und habe seit 2007 für Lokalzeitungen, öffentliche Einrichtungen und Online-Medien gearbeitet. Mich fasziniert der wunderbare Alltag. Unterwegs bin ich für Themen in Ingelheim, VG Heidesheim, Budenheim, Rheinhessen, in Mombach, Ebersheim, Hechtsheim.