Den richtigen Einsatz beherrschen die Trompeter des „St. Martins-Gebläse“ Jugendorchesters. Foto: Claudia Röhrich

Drais/Finthen – Wenn in Drais die Musik spielt, ist ein gelungener Abend sicher. So auch beim Herbstkonzert in der gut besuchten Mehrzweckhalle. Bereits für den Auftakt durch das „Wind-Orchester“ unter der Leitung von Götz Schwehm sparte das Publikum nicht mit Applaus. Das Jubiläumskonzert in Drais mit dem diesjährigen Thema „Setzen 6!“-Neues aus der musikalischen Bildungsanstalt des Orchestervereins Katholische Kirchenmusik Cäcilia Mainz-Finthen war zu Gast in Drais.
Da dem traditionsreichen Orchesterverein im 99. Jahr seines Bestehens der Konzertsaal für die Aufführung seiner Konzertreihe entschwunden war, machten sich die über 100 aktiven Musiker auf den Weg über den Hubbel. Gerade in Hinblick auf das 20jährige Jubiläum der beiden Nachwuchsorchester „Start up-Ensemble“ und „St. Martins Gebläse“ erbaute sich der Orchesterverein besonders über das Jubiläumskonzert. Im ersten Konzertteil entführte das Wind-Orchester mit dem Thema „Setzen 6! sein Publikum zurück in die mehr oder minder geliebte Schulzeit.

Dabei stand jede der ausgewählten Kompositionen stellvertretend Pate für ein spezielles Unterrichtsfach. Beispielsweise stand unter anderem für das Fach Erdkunde das Symphonische Orchesterwerk „Mount Everest“ des amerikanischen Komponisten Rossano Galante im fulminanten Konzertprogramm. Wobei das Oberstufenwerk „Noah’s Ark“ von Bert Appermont für das Fach Religion innerhalb der Konzertkonzeption stand. Mit dieser Programmmusik mit ausgesprochen bildhafter Sprache startete das Orchester. Ein glänzendes Trompetenintro, getragen von Tuba und Tenorhorn, rief die Tiere zur Arche. Es kamen die großen Tiere mit kräftigem Schritt, während die kleinen Tiere flink umherwuselten.

Den Musikern gelang es mit viel Präsenz, die ganze Raffinesse der Komposition zu transportieren. Darüber hinaus konzertierte das Orchester an diesem Abend mit seiner symphonisch ausgebauten Bläser- und Schlagwerkbesetzung mit facettenreichen Kompositionen von Komponisten wie Otto M. Schwarz und Jay Bocook.
Das Publikum erwartete eine tonmalerische Vielfalt und beeindruckende Klangwelten, die einfach nur begeisterten. Im Mittelpunkt des zweiten Konzertteils stand das 20jährige Jubiläum der beiden Nachwuchsorchester „Start up-Ensemble“ und „St. Martins Gebläse“. Die jungen Instrumentalisten präsentieren sich an dem Abend gemeinsam mit ein paar alten Hasen, die die nicht besetzten Instrumente spielten. Rhythmisch exakt war ihr Zusammenspiel beim Schulfestprogramm. Durch Geduldiges Üben konnten die Jugendlichen so eine tolle Leistung abzuliefern. Ihrem Dirigenten folgten die Jugendlichen nicht nur bei den eindringlichen Einsätzen, sondern auch in der Dynamik. Am Ende dankte nicht nur das Publikum mit viel Applaus, auch die Musiker verbeugten sich vor ihren Gästen und durften sich endgültig nach zwei geleisteten Zugaben verabschieden. Der Orchesterverein freut sich auf Ihren Konzertbesuch im Neuen Jahr, am 19.01., übrigens sein 100. Jubeljahr.

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Claudia Röhrich
Seit Februar 2015 bin ich als freie Journalistin bei der Lokalen Zeitung tätig. Zuvor arbeitete ich nach meinem Informatikstudium viele Jahre als IT-Koordinatorin. Seit zwei Jahren bin ich als freie Journalistin im Deutschen Fachjournalistenverband (DFJV) akkreditiert. Die in vielerlei Hinsicht anspruchsvollen oder originellen lokalen Veranstaltungen motivieren mich bei Recherche und Verfassen meiner Artikel.