Mosaikstein in der Versorgung. Die Villa St.Rochus in Mombach bei der offiziellen Übergabe. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

Mombach – Die Villa St. Rochus in Mombach mit acht barrierefreien Wohnungen ist fertig gestellt worden. Der Mainzer Stadtteil verfügt nun mit dem Mehrfamilienhaus einen zusätzlichen, geradezu idealen Wohnraum für Senioren. Das gemeinsame Projekt des Caritasverbandes Mainz mit der Bau- und Immobilienfirma Molitor aus Ingelheim hat mit der Übergabe der elf Wohnungen an die Eigentümer nach 16 Monaten Bauzeit sein Ziel erreicht.
Der Clou: Dank der nicht zufälligen Platzierung der Villa in unmittelbarer Nähe zum Caritas Haus St. Rochus, können die Bewohner mit einer verlässlichen und vielfältigen Unterstützung bis ins hohe Lebensalter rechnen. Wie „Caritas“ beim offiziellen Einweihungsfest vermeldet hat, sind alle Wohnungen bereits vermarktet und die ersten Mieter bereits eingezogen.

Wie Wolfgang Schnörr, der Caritasdirektor des Mainzer Verbandes ausführte, arbeite „Caritas“ seit etwa zehn Jahren am Projekt in Mombach, das Wohnen im Alter an die Bedürfnisse des demografischen Wandels anzupassen. Seitdem gebe es vor Ort nicht nur das Stadtteilzentrum samt dem Café Malete, das zahlreiche Bildungsangebote und laufende Projekte unterhält, sondern auch eine Beratungsstelle, den Besuchsdienst der Pfarrei, eine Wohngruppe und die Tagespflege am Westring, was „extrem entlastende Angebote für Angehörige“ bedeute.

„Die elf Wohnungen der Villa sind ein weiteres Mosaiksteinchen in der Versorgung.“ Die barrierefreien und teilweise behindertengerechten Zwei- und Dreizimmerwohnungen verfügen über eine Größe von knapp 75 und 95 Quadratmetern und verteilen sich auf ein Erd- und zwei Obergeschosse sowie eine Dachetage.
Bevor der Mombacher katholische Pfarrer, Gottfried Keindl, den Segen für das Haus und die Bewohner erteilte, begrüßte Ortsvorsteherin Eleonore Lossen-Geißler (SPD) die neuen Bewohner: „Manche sind frühere Mombacher, andere Menschen haben bisher gar nichts mit dem Stadtteil zu tun gehabt. Ich hoffe, dass sie bald Teil des Ortes werden“. Einst existierte an der Stelle ein Krankenhaus Sankt Rochus, irgendwann folgte dessen Auflösung und seit zehn Jahren wachse „hier geografisch aber auch sozial-kulturell ein wichtiges Zentrum“. Den Neu-Mombachern übergab sie ein „Starterpaket mit der Grundausstattung“: ein Geschichtsbuch und einen Ortsplan. „In Mombach kann man gut unterwegs sein“, meinte sie. Es gebe ein gut funktionierendes Sozialsystem und eine aktive Kerngruppe.

Sozialdezernent Eckhard Lensch (SPD) sagte: „Für die Stadt ist die Zusammenarbeit des Caritasverbandes mit einer Baufirma ein gutes Beispiel für die Gemeinwesenarbeit“. Er unterstrich mit dem Hinweis auf die geplante Neuordnung des Sozialetats der Stadt hinsichtlich der finanziellen Zuwendungen, dass „Caritas“ ein guter Partner der Stadt sei. „Der Verband leistet qualitativ hervorragende Arbeit.“
„Stolz auf das gelungene Bauwerk“, zeigte sich auch Dirk Gemünden, der Senior-Chef der Baufirma, „dessen Errichtung in der Verdichtung wie am ausgewählten Ort, dicht umgeben von einer vorhandenen Bebauung immer schwierig“ sei.
Im kommenden Sommer soll im Bereich zwischen der Villa und den bestehenden Häusern ein Park-Café eingerichtet werden.

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Gregor Starosczyk-Gerlach
Ich schreibe und fotografiere seit 2013 für die Lokale Zeitung. Die Begeisterung für die Lokalmedien entdeckte ich während des Studiums der katholischen Theologie und habe seit 2007 für Lokalzeitungen, öffentliche Einrichtungen und Online-Medien gearbeitet. Mich fasziniert der wunderbare Alltag. Unterwegs bin ich für Themen in Ingelheim, VG Heidesheim, Budenheim, Rheinhessen, in Mombach, Ebersheim, Hechtsheim.