Zum Fanhause gehört selbstverständlich auch, dass man sich gemeinsam die Spiele von Mainz 05 anschaut. Foto: red

MAINZ – 100 Tage nach der Eröffnung wächst das Mainz 05-Fanhaus an der Weisenauer Straße langsam aus den Kinderschuhen. Es präsentiert sich als eine Mischung aus Sportsbar und Jugendzentrum mit Sozialarbeit und bietet außerdem fünf Minijobs. Steigerungsfähig ist allerdings der Bekanntheitsgrad abseits der Fußballszene. Noch fehlt das Bewusstsein, dass es für alle Mainzer offen steht.
So fanden in der Fankulturkneipe „Kick `n Rush“ bereits Lesungen, Vorträge und Musikdarbietungen namhafter Künstler auch abseits der Fußballwelt statt – und das bei freiem Eintritt.

Am 22. November wird Schauspielerin Lilli Hollunder beim „Donnerstalk“ zu Gast sein und im Dezember der Regisseur Christoph Schuch seinen Film „United“ vorstellen. Der bekannte Szenekneipier und Autor Wolfi Klein wird im Frühjahr eine Lesung mit Musik geben. Harald Martenstein, ein deutschlandweit bekannter Kolumnist, wird im August kommenden Jahres zu Gast sein.

Dazu nutzt das Fanhaus-Team die ebenfalls auf dem Areal befindliche Veranstaltungshalle, die derzeit gemeinsam mit der Künstlerinitiative PENG genutzt wird.
Das Fanhaus auf dem Gelände des ehemaligen Alten Rohrlager erstreckt sich über mehrere hundert Meter, zum Teil zweigeschossig und wurde größtenteils in Eigenleistung instand gesetzt: 25 Tonnen Putz von den Wänden geholt, tausende Stunden harter Arbeit, um am Ende doch noch 400000 Euro finanzieren zu müssen.
So gibt es neben der Kulturkneipe „Kick `n Rush“ und der Halle noch ein Jugendzentrum, sowie Räumlichkeiten für die Arbeitsplätze der vier Sozialarbeiter vom Fanprojekt. Die Vision lautet, dass sich das Fanhaus in den kommenden Jahren zu einem neuen Kulturzentrum von Mainz entwickelt.